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Helene Fischer kann sich auf den Rückhalt ihrer Fans verlassen.

Böhmermann twittert Zuschrift

Brief veröffentlicht: So böse kann ein beleidigter Helene-Fan sein

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München - Sein beißender Spott macht auch nicht vor Helene Fischer Halt. Das hat Jan Böhmermann jede Menge böse Reaktionen eingebracht. Eine besonders amüsante hat der ZDF-Moderator jetzt online verbreitet. 

Auf Schlagerkönigin Helene Fischer lassen ihre unzähligen Fans nichts kommen. Das war Jan Böhmermann natürlich vollkommen bewusst, als er die 30-Jährige in einem Interview mit dem Zeit-Magazin, das werbewirksam zum Wechsel seines "Neo Magazins" ins Hauptprogramm des ZDF erschien, "als "singende Sagrotanflasche" bezeichnete. Von den vielen Hass-Mails, die er darauf sicher erhalten hat, sticht einer so hervor, dass der 34-Jährige nicht anders konnte, als ihn mit seinen Zuschauern (und Gegnern) auf Twitter und Facebook zu teilen.

Für den "Beef" (Böhmermann-Neologismus aus Brief und dem unter Rappern gebräuchlichen Ausdruck für Streit) hat sich Fischer-Verehrer B. extra viel Mühe gegeben. Da ihm (oder ihr?) eine E-Mail offensichtlich der Dringlichkeit des Anlasses nicht angemessen erschien, ist er ganz altmodisch in vorbildlicher Schönschrift auf Papier gesetzt, und der Moderator wird darin - so viel Anstand muss sein - höflich gesiezt.

"Was sich liebt, das neckt sich", denkt sich B. offensichtlich, denn er hegt einen Verdacht, warum Böhmermann es so auf die schöne Fischerin abgesehen hat: "Sind Sie neidisch, weil Sie nicht der Mann an der Seite dieser wundervollen Frau sind", fragt B., "da Sie so frech und respektlos über meine Lieblingssängerin Helene Fischer schreiben???" (Manchmal reicht ein Fragezeichen einfach nicht aus, um seine Wut auszudrücken. Beachtenswert auch die Verwendung des geradezu poetischen "da" anstatt eines schnöden "weil"!)

Die stilvolle Schimpftirade endet mit: "Sie tun mir leid Sie armer Tropf." An dieser Stelle verscherzt es sich Musterschüler(in) B. mit der Bestnote, denn nach "leid" fehlt ein Komma. Unterzeichnet ist die Schmähschrift "mit sehr unfreundlichen Grüßen". Das hat gesessen!

Im Postskriptum hingegen lässt sich B. entgegen seiner offensichtlich hervorragenden Kinderstube dann doch noch zu einem Kraftausdruck hinreißen: "Ich werde Ihre Scheiß-Show selbstverständlich nicht anschauen und hoffe auf baldige Absetzung."

Zum Glück hat Böhmermann bekanntermaßen eine sehr dicke Haut - es ist also nicht zu erwarten, dass ihn diese Kritik besonders schwer getroffen hat.

hn      

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