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Christoph Maria Herbst spielt im Kinofilm "Stromberg" zum letzten Mal das gleichnamige Büro-Ekel.

Abschied von "Stromberg"

C. Maria Herbst: Altardienst ist wie Theater

Berlin - Die Figur „Stromberg“ vergleicht sich gerne mal mit Gott. Ihr Darsteller Christoph Maria Herbst zieht derweil Vergleiche zwischen seiner Zeit als Messdiener und dem Bühnenberuf.

"Die katholische Kirche schafft es, ihren Wortgottesdienst und ihre Eucharistie als große Inszenierung daherkommen zu lassen", so der 48-Jährige, der in einer katholischen Gemeinde den Altardienst verrichtete. Davon profitierte er später beruflich sehr, wie er am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Berlin sagte: „In der Zeit habe ich gelernt, keine Scheu zu haben, verkleidet vor Leuten zu stehen und etwas zu behaupten, was ich nicht komplett verstehe.“

Herbst sieht deutliche Parallelen zwischen der Tätigkeit eines Messdieners und eines Schauspielers: "Wie es im Theater das Donnerblech gibt, gibt es am Altar die Glocke, die ich als Ministrant oftmals bedienen durfte. Im Theater gibt es Trockeneis und Nebelmaschine, das war bei uns dann das Weihrauchfass. Da gibt es schon vergleichbare Dinge."

Am 20. Februar läuft der Kinofilm „Stromberg“ an. Er soll einen Schlusspunkt setzen unter die gleichnamige Comedyserie über den Büroalltag in einer Versicherung. Nach zehn Jahren gehe damit eine Ära zu Ende, so Herbst. „Am letzten Drehtag lagen wir uns schon in den Armen und haben wie die Schlosshunde geweint. Aber ich glaube mit dem Film ist jetzt auch alles erzählt, ich wüsste nicht, was jetzt noch kommen könnte.“

Der letzte Satz, den Stromberg im Film sagt, lautet: "Jetzt ist nur noch Gott über mir". Den hat der Schauspieler improvisiert, gibt er zu. "Da sind wir doch wieder bei meiner Vergangenheit, vielleicht ist Gott mir doch näher als ich denke. Das passte so zu diesem Bild, das man am Ende sieht, das hohe Treppenhaus. Und es passt auch zu der Strombergschen Vermessenheit."

KNA

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