+
Tim Cook (l) und Steve Jobs. Foto: Monica M. Davey/Archivbild vom 07.08.2007

Tim Cook bot Apple-Gründer Jobs Teil seiner Leber an

Apple-Chef Tim Cook war zu einem großen Opfer bereit, um seinem Mentor Steve Jobs das Leben zu verlängern. Einer neuen Biografie zufolge bot er dem Todkranken Apple-Gründer einen Teil seiner Leber an. Das Buch soll die menschliche Seite von Jobs zeigen.

San Francisco (dpa) - Der heutige Apple-Chef Tim Cook (54) wollte seinem legendären Vorgänger Steve Jobs laut einer neuen Biografie einen Teil seiner Leber spenden.

Cook habe 2009 auf eigene Faust herausgefunden, dass er und Jobs die gleiche seltene Blutgruppe hätten und dass es ausreichen könnte, nur einen Teil des Organs zu transplantieren, heißt es in einem Auszug aus dem Buch, der vom Magazin "Fast Company" veröffentlicht wurde.

Jobs habe die Idee aber sofort und unmissverständlich abgelehnt, erzählte Cook den Buchautoren. "Ich werde es nie machen", habe der Apple-Chef abgehakt. "Steve hat mich nur vier oder fünf Mal angebrüllt in den 13 Jahren, die wir uns kannten - und das war eines davon."

Der Apple-Gründer kämpfte damals mit den Folgen einer Krebserkrankung und bekam schließlich im April 2009 eine Spenderleber. Es war das Organ eines jungen Mannes, der bei einem Autounfall ums Leben kam. Jobs starb im Oktober 2011. Dank der erfolgreichen Operation konnte er noch 2010 das iPad-Tablet vorstellen, das iPhone 4 sowie den Entwurf des neuen Hauptquartiers, das gerade in Cupertino gebaut wird.

Die neue Biografie "Becoming Steve Jobs" erscheint in den USA am 24. März. Neben Cook sprachen die Autoren unter anderem mit Jobs' Witwe Laurene Powell Jobs, Apples Chefdesigner Jony Ive sowie Disney-Chef Robert Iger. So wird dort auch erstmals berichtet, dass Iger und Jobs über den gemeinsamen Kauf der Internet-Firma Yahoo nachdachten. Das Buch wurde geschrieben vom Journalisten Brent Schlender und einem Mitglied der "Fast-Company"-Chefredaktion, Rick Tetzeli.

Es scheint ein Kontrast zu der vor gut drei Jahren erschienenen Biografie von Walter Isaacson zu werden, des Autors, den Jobs einst selbst für seine Lebensgeschichte engagierte. Dessen Buch zeigte Jobs als brillanten Visionär, aber auch als oft unsensibel, stur und selbstgerecht. Das scheint bei Jobs-Vertrauten schlecht angekommen zu sein. So sagte der sonst eher zurückhaltende Ive jüngst in einem Interview mit dem "New Yorker", er schätze Isaacsons Buch überhaupt nicht.

Die neue Biografie soll nun offensichtlich das Image korrigieren. So sagt Cook zu der Geschichte mit der Spenderleber: "Jemand, der egoistisch ist, hätte so nicht geantwortet." Jobs habe nicht einmal darüber nachgedacht, das Angebot anzunehmen. "Und das war zu einer Zeit als es einfach schrecklich aussah für ihn." In der Biografie von Isaacson war dafür zu lesen, dass Jobs noch auf dem OP-Tisch das Design der Atemmaske kritisiert habe.

Zugleich heißt es in dem neuen Buch auch, dass Disney-Chef Iger wegen seiner Freundschaft mit Jobs eine Einladung in den Verwaltungsrat von Google abgelehnt habe. "Er sagte mir, er würde eifersüchtig werden", erzählte Iger. Apple und Google waren zum Start des iPhone 2007 noch Partner gewesen, wurden aber zu erbitterten Rivalen, nachdem der Internet-Konzern sein Smartphone-System Android auf den Markt brachte. Jobs hielt es für bei Apple abgekupfert und startete eine Serie von Patentklagen gegen Hersteller von Android-Geräten.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Olivenöl kann Faltenbildung vorbeugen
Feuchtigkeitsspendend, Haar- und Hautpflegend - Olivenöl findet sich nicht nur in der Küche, sondern auch in verschiedenen Kosmetikprodukten. Der natürliche Inhaltsstoff …
Olivenöl kann Faltenbildung vorbeugen
Kate Upton überrascht bei Instagram: Model verrät süßes Geheimnis
Kate Upton wurde kürzlich vom Magazin Maxim zur „heißesten Frau der Welt“ gewählt. Jetzt gibt das schöne Curvey-Model auf Instagram preis: Sie ist schwanger.
Kate Upton überrascht bei Instagram: Model verrät süßes Geheimnis
Jenny Elvers postet neues Bild bei Instagram - und spaltet damit ihre Fans
„Zu dünn“ finden die einen, „du siehst Klasse aus“ sagen die anderen: Jenny Elvers neuer Instagram-Post aus dem Urlaub sorgt wieder für Gesprächsstoff.
Jenny Elvers postet neues Bild bei Instagram - und spaltet damit ihre Fans
Léa Linster über Kalorien und Glück
Die Sterneköchin aus Luxemburg spricht sich gegen Stress am Esstisch aus. Sich bei der Nahrungsaufnahme ständig zu mäßigen, sei sicher nicht gesund, sagt sie.
Léa Linster über Kalorien und Glück

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.