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Howard ­Carpendale stellte am Mittwoch sein Buch in München vor.

"Wollte mich umbringen"

Schock-Beichte von Howard Carpendale

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München - Es ist die Zeit der Abrechnung: Offen und sehr persönlich redet sich Howard Carpendale in seinem neuen Buch alles von der Seele, was ihn belastet, beschäftigt und begeistert.

Depressionen, Millionenverluste, seine Liebe Donnice, seine Leidenschaft Golf. Mit dem Buch Das ist meine Zeit hat der 70-jährige Schlagerstar eine Art Autobiografie vorgelegt oder wie er selbst sagt, „ein Lebensbuch“.

Denn es ist, im Gegensatz zu vielen anderen Biografien großer Musikstars, keine langweilige Selbstbeweihräucherung, sondern ein Zwiegespräch mit seinem langjährigen Wegbegleiter, dem Journalisten Stefan Alberti. Und der hakt schon mal nach, wenn „Howie“ (auch über diesen ungeliebten Spitznamen lässt er sich aus), nicht so recht mit der Sprache rausrücken will. Am Dienstagabend stellte Carpendale Das ist meine Zeit im Münchner Hotel Bayerischer Hof vor – an seiner Seite: sein Sohn Wayne, der ihn vor knapp zehn Jahren aus der tiefsten Krise seines Lebens gerettet hatte.

Mit dem Kapitel der Depressionen fängt das Buch an. Ein Paukenschlag, denn Carpendale war bereits so tief in der Krankheit verstrickt, dass er es ohne fremde Hilfe nie geschafft hätte, wieder einen Sinn in seinem Leben zu finden, seinen Selbstmord hatte er 2007 bereits geplant: „Mir war klar, wo und wie ich mich aus diesem Leben verabschieden würde. Wenn ich keinen Ausweg mehr sähe (....) wollte ich mit dem Auto einen steilen Hang hinabstürzen“, schreibt er gleich auf den ersten Seiten. Ein befreundeter Psychiater und sein Sohn Wayne brachten ihn schließlich in die Klinik.

Doch die 249 Seiten drehen sich nicht nur um ihn selbst – Carpendale spricht auch über seine Lebensgefährtin Donnice, seinen langjährigen vertrauten Manager Dieter Weidenfeld und seine beiden Söhne Wayne (39) und Cess (27). Und ja, auch sein Lieblingsgolfwitz darf nicht fehlen. Schließlich sei das seine einzige Droge, von der er nie genug bekommen kann: Das Golfspielen.

Howard Carpendale: Schockgeständnis & wie er es geschafft hat

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