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Schauspieler Hugh Grant wurde Opfer von Abhöraktionen der britischen Boulevard-Presse.

Hugh Grant fürchtet Rache der Medien

London - Nach seinem Einsatz für eine stärkere Kontrolle der britischen Boulevardpresse fürchtet Schauspieler Hugh Grant (51) die Rache der Medien.

"Wenn der ganze Sumpf nicht ausgetrocknet wird und die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft gezogen werden, stecke ich ganz schön tief im Dreck", sagte Grant dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Ihre Rache würde furchtbar werden."

Grant gehört zu den britischen Prominenten, die Opfer der Abhörpraktiken und illegalen Recherchemethoden der Zeitung "News of the World" geworden sind. Das Blatt, das zum Medienkonzern von Rupert Murdoch gehörte, ist mittlerweile eingestellt. Ein Untersuchungsausschuss versucht derzeit, eine neue Presseethik für das Vereinigte Königreich zu entwickeln. Bei der "News of the World" waren unter anderem die Telefone von Prominenten abgehört worden. Grant kämpft an vorderster Front gegen halbseidene Methoden der Boulevardpresse.

Der Schauspieler ("Notting Hill", "About a Boy") sagte dem "Focus", er habe bereits vor Jahren darauf hingewiesen, dass korrupte britische Medien mit Teilen der Polizei und der Regierung zusammenarbeiten würden. Man habe ihm das Ausmaß aber nicht geglaubt oder ihn für verrückt erklärt. "Als im letzten Sommer publik wurde, dass das Handy des jugendlichen Mordopfers Milly Dowler gehackt wurde, sah ich meine Chance gekommen, etwas in der Öffentlichkeit zu tun."

Grant betonte jedoch, er wolle nicht alle Medien über einen Kamm scheren, "Ich liebe gute und seriöse Medien, es ist nur ein kleiner Teil, der giftig geworden ist."

dpa

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