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Das Schauspieler-Ehepaar Johnny Depp und Amber Heard entschuldigten sich vor Gericht.

Amber Heard kommt mit blauem Auge davon

"Anti-Terrier-Krieg": Johnny Depps Ehefrau verurteilt

Sydney - Zehn Jahre Haft drohten Johnny Depps Ehefrau Amber Heard, nachdem sie verbotenerweise ihre beiden Hunde nach Australien eingeführt hatte. Jetzt sprach der Richter sein Urteil.

Der gerichtliche Streit um Johnny Depps Hunde in Australien ist beigelegt. Amber Heard, die Frau des US-Schauspielers, hatte die Hunde Pistol und Boo vor einem Jahr im Privatjet zu Dreharbeiten zum fünften Teil der Piratensaga "Fluch der Karibik" mit nach Australien genommen. Hunde brauchen aber Einreisegenehmigungen, die Stars verstießen gegen die strikten Quarantäne-Bestimmungen, die das Einschleppen von Krankheiten verhindern sollen. Sie ließen die Hunde wieder außer Landes bringen, aber Heard wurde als Halterin angeklagt.

Jetzt machte sie mit der Staatsanwaltschaft einen Deal: Sie räumte ein, die Hunde in ihren Einreisepapieren verschwiegen zu haben. Im Gegenzug ließ die Staatsanwaltschaft die schwerwiegenderen Anklagepunkte der illegalen Einfuhr von Hunden fallen. Das hätte mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden können.

Jetzt muss sie lediglich eine kleine Geldstrafe zahlen, wenn sie sich in den kommenden vier Wochen noch einmal etwas zu Schulden kommen lässt. Die Strafe würde dann 1000 australische Dollar betragen - rund 680 Euro. Ansonsten bleibt sie unbescholtene Bürgerin ohne Vorstrafe, wie Richterin Bernadette Callaghan am Montag in Southport an der Ostküste entschied.

„Frau Heard hat die Gesundheit der Menschen, Haustiere und Wildtiere hier in Gefahr gebracht“, sagte die Richterin nach Medienberichten. Sie erkannte aber an, dass Heard ihren Fehler eingesehen habe. Heard (29) und Depp (52) fielen sich im Gerichtssaal in die Arme, wie Reporter berichteten. Der Fall hatte Dutzende Fotografen, Kamerateams und Schaulustige auf den Plan gerufen.

Die 29-Jährige machte Depps Stab für den Fehler verantwortlich. Diese hätte sich um den Papierkram kümmern sollen. "Das war ein schreckliches Versehen", sagte ihr Verteidiger Jeremy Kirk. "Es war kein Versuch zu betrügen".

"Geisel"-Video sorgt für Spott

Einigen Spott löste ein vor Gericht abgespieltes Video aus, in dem der Hollywoodstar und seine Frau öffentlich Abbitte für ihren Hundeschmuggel leisten. Mit todernsten Gesichtern erklären sie, warum das Land so strenge Schutzbestimmungen hat. "Australien ist eine wundervolle Insel mit einem Schatz an einzigartigen Pflanzen, Tieren und Menschen", sagt Heard. "Das muss geschützt werden", fügt Depp hinzu. Mit immer noch ernster Miene und Stimme sagt der 52-jährige Hollywoodstar dann: "Australier sind genauso einzigartig, warmherzig und direkt in einem. Wer das Gesetz nicht respektiert, dem werden sie das deutlich sagen." 

Damit spielte er offensichtlich auf die harschen Worte von Landwirtschaftsminister Barnaby Joyce an. Der hatte im vergangenen Jahr in harschen Worten gedroht, die Tiere einschläfern zu lassen. Joyce erklärte, Depp und Heard hätten mit seinem Ministerium über ihr Vorhaben in Kontakt gestanden: Er glaube nicht, dass sie den Clip "freiwillig gedreht haben würden", fügte er etwas kryptisch hinzu.

In den sozialen Netzwerken wurde das Video rasch weitergereicht. Einige fühlten sich an die Video-Bekenntnisse von Geiseln erinnert: "Können wir darüber sprechen, dass Johnny Depp und Amber Heard aussehen, als würden sie von der australischen Regierung als Geiseln gehalten", kommentierten verschiedene Twitter-Nutzer.

dpa/afp

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