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Dierk Sindermann führte das Interview mit Schauspieler und Hundeliebhaber George Clooney. 

Der Schauspieler im Interview

Darum feiert George Clooney keine rauschenden Partys mehr

Los Angeles - Frauenschwarm und Hundeliebhaber George Clooney verrät im Interview, was ihm an seiner Frau am meisten gefällt und warum er seinen Eltern einen Welpen zu Weihnachten geschenkt hat. 

Wenn der Name Georg Clooney fällt, dann assoziiert man – und natürlich Frau – damit Hirn, Charme und blendendes Aussehen. Was nur wenige wissen: Gentleman George hat schöne Beine. Das können seine Fans jetzt beurteilen, wenn sein neuer Film bei der Berlinale Weltpremiere feiert und dann am 18. Februar in die Kinos kommt. In "Hail, Cäsar" trägt er als römischer Offizier nämlich einen (Rüstungs-)Rock.

Wie war das?

Clooney: In meinem Leben hat es ein paar Mal Kostümproben gegeben, bei denen ich gedacht habe: "Das ist das Ende deiner Karriere." Joel und Ethan (Coen, die Produzenten und Regisseure) kamen manchmal in die Garderobe und ich konnte hören, wie sie im Hintergrund prusteten.

Hat Ihnen Ihre Frau einen modischen Rat gegeben.

Clooney: Ja. Leder zu tragen. Das sei 2016 in (lacht). Nein, im Ernst, sie hatte mit meinem modischen Bewusstsein im Film nichts zu tun.

Aber hat sie im wahren Leben Ihren Stil beeinflusst?

Clooney: Amal trägt keine Verantwortung für meine Outfits – ob auf der Straße oder auf der Leinwand. Ich glaube, sie findet es unfassbar, dass ich immer noch den selben Smoking wie vor Jahren trage. Als Frau muss man ja für jedes Event ein neues Kleid haben, was niemand anderes hat. Sie hat ihren eigenen Sinn für Stil und wir sind glücklich, dass sich auf dem Gebiet unsere Wege nicht kreuzen.

Sie und Amal machen zur Zeit wieder Schlagzeilen in der Klatschpresse?

Clooney: Wieso? Lasse ich mich wieder scheiden? (lacht)

Nein. Es heißt, dass Sie Vater werden. Stimmt das?

Clooney: Nein, Amal ist nicht schwanger. Da sorgen wir schon für. Und nein, wir werden uns auch nicht trennen!

Sie werden im Mai 55…

Clooney: …oh ja, die Zeit rennt. Und je älter man wird, desto schneller. Deshalb ist für mich Zeit wertvoller denn je. Deshalb verbringe ich sie mit den Menschen, die mir am meisten bedeuten. Meiner Frau, meinen Freunden und meinen Eltern. Mama und Papa sind noch sehr gesund und ich schätze mich sehr glücklich, dass ich sie habe.

Was haben Sie im Laufe der Jahre gelernt?

Clooney: Ich denke, ich habe heute ein besseres Gespür dafür, was ich tue. Nicht nur privat, sondern auch beruflich. Ich weiß, dass man Glück haben muss und Dinge nicht immer klappen. Mein größtes Glück war es, dass ich die Frau getroffen habe, die ich unbedingt heiraten wollte. Und dass sie mich auch wollte.

Könnten Sie mit einem Menschen zusammenleben, der eine total andere Lebenseinstellung hat?

Clooney: Ich glaube, niemand von uns will das. Ich kann mir kein Leben mit jemandem vorstellen, der keinen Humor hat. Sinn für Humor beinhaltet eine gewisse Furchtlosigkeit. Keine Angst davor zu haben, sich über sich selbst lustig zu machen, das bringt's.

Dann können wir davon ausgehen, dass Ihre Frau Spaß versteht.

Clooney: Das größte Plus in unserer Beziehung ist, dass Amal einen großen Sinn für Humor hat. Ihre Arbeit bringt es mit sich, dass sie sich um sehr ernste Sachen kümmert. Aber auf der anderen Seite ist sie einer der lustigsten Menschen, denen man je begegnet ist.

Als Junggeselle haben Sie oft gefeiert. Veranstalten Sie zu Hause noch immer viele Partys?

Clooney: Nicht mehr so viele. Und wenn, dann nicht mehr mit Promis. Oft laden wir Leute aus Amals Kreisen ein. Politiker oder andere ganz normale Leute, die mit dem Filmbusiness nichts zu tun haben. Es sind auch keine rauschenden Partys. Die hat meine Tante Rosemary früher in den 50er Jahren geschmissen. Von denen habe ich so viele Storys gehört.

Verraten Sie uns eine?

Clooney: Ich kenne so einige schmutzige Storys von damals – aber die verrate ich nicht (grinst). Rosemary hat in der Villa regelmäßig Feiern veranstaltet. Mit Hollywood-Größen wie Gregory Peck oder Jack Lemmon. Marlene Dietrich hat bei ihr gelebt hat, als sie nach Amerika gekommen ist. Mein Vater war damals 20 und hat mit ihr die ganze Nacht durchgesoffen. Ich habe als Teenager selbst einige Partys bei meiner Tante erlebt.

Erinnern Sie sich noch an den ersten Film, zu dem Sie ein Date mitgenommen haben?

Clooney: Ja, Alien.

Ein Date zum Horrorfilm?

Clooney: Ja, klar. Ich war damals 18 und es war perfekt. Als der Alien aus John Hurt raus gekrochen ist, saß sie mir vor Angst auf dem Schoss. Das ist eine wahre Geschichte!

Apropos Horror. Wer sollte nach Ihrer Meinung in einem Donald Trump-Film die Hauptrolle spielen?

Clooney (grinst): Wenn ich jetzt einen Namen nenne, dann wäre der Kollege für sein Leben gezeichnet. Aber ich weiß, worauf Sie hinaus wollen. Ich versuche meine Freunde in Europa zu beruhigen. Im amerikanischen Wahlkampf geht es immer crazy und laut zu. Und fremdenfeindliche, rassistische Ideen, wie alle Muslime aus dem Land zu verbannen oder 12 Millionen Mexikaner zu deportieren sind nur Sprüche. Das wird nie passieren. Irgendwann wird der Irrsinn stoppen und rationale Kräfte werden wieder die Zügel in der Hand haben.

Mal zu schöneren Themen. Sie haben Ihren Eltern zu Weihnachten einen Hund aus dem Tierasyl geschenkt.

Clooney: Meine Eltern hatten jahrelang einen Hund, den sie abgöttisch liebten. Leider war er sehr krank und musste im Dezember eingeschläfert werden. Es war sehr traumatisch für meinen Vater. Er ist 82 und sagte: "Das will ich nicht noch einmal durchmachen." Ich musste ihn davon abbringen. Deshalb bin ich ins Tierasyl gegangen und habe dort "Nate" gefunden. Weil er Behinderungen hat, wollte ihn niemand haben. Ich wusste, mein Vater würde in diesem Fall niemals Nein sagen. Beiden Seiten ist dadurch geholfen. Nate hat endlich ein neues Zuhause und meine Eltern haben wieder einen Hund. Es war so still und traurig bei ihnen daheim. Sie sind seither wieder richtig glücklich.

Haben Sie auch Hunde?

Clooney: Wir haben zwei. Ich habe meinen Einstein vor ein paar Jahren aus dem Tierasyl geholt. Und mit Amal habe ich dieses Jahr Millie, einen Bassett, adoptiert. Wir waren in einem Zwinger in Los Angeles. 200 bellende Hunde und dann Millie. Die hat nur da gesessen und uns angestarrt. Da wusste ich sofort "Der Hund kommt mit uns nach Hause."

George Clooney überrascht seine Eltern mit einem kleinen Welpen

Darum geht es in Clooneys neuem Film "Hail Cäsar!"

Das Interview führte Dierk Sindermann. 

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