Wegen Rassismus-Vorwürfen

Harry und Meghan: Insider berichtet Palast-Details nach Oprah-Interview - Eindeutige Reaktion von Prinz Charles

Das Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan ist in Großbritannien eingeschlagen wie eine Bombe. Besonders Prinz Charles soll frustriert sein.

London - Außer einem eher knappen Statement der Queen ist bisher nicht viel nach außen gedrungen. Die Royal Family dürfte das Oprah-Interview von Prinz Harry und Herzogin Meghan aber dennoch sehr genau verfolgt haben. Doch anders als für die Sussexes, die sich den Regeln der Institution Königshaus nicht länger unterordnen, gilt für Charles, William, Kate und Co noch immer: Nicht beschweren, nicht erklären. Daher war Prinz William auch nicht mehr zu entlocken, als er sagte, seine Familie sei nicht rassistisch und er werde mit seinem Bruder sprechen.

Harrys Vater Prinz Charles hatte sich bisher sogar vollständig in Schweigen gehüllt. Jetzt kam über einen Insider dennoch heraus, wie er sich nach dem Interview von Meghan und Harry offenbar fühlt. Der britische Thronfolger soll von seinem Sohn und seiner Schwiegertochter „schwer enttäuscht“ sein. Besonders die Rassismus-Vorwürfe sollen ihn getroffen haben, berichtet eine Quelle dem US-Magazin People.

Harry und Meghan erheben schwere Rassismus-Vowürfe: Prinz Charles ist „enttäuscht“

Im Interview mit Talk-Legende Oprah Winfrey hatte Meghan Markle davon berichtet, dass vor der Geburt ihres Sohnes Archie beunruhigende Gespräche stattgefunden hätten. Darin sei es auch darum gegangen, „wie dunkel seine Hautfarbe sein wird, wenn er zur Welt kommt“. Dies sei im Königshaus auch ein Grund gewesen, ihm keinen Prinzentitel zuzuerkennen. Obwohl Meghan und Harry im ausgestrahlten Interview-Material keine Angaben dazu machten, wer diese Äußerungen getätigt hatte, erklärte Oprah später, dass es weder die Queen noch ihr Gatte Prinz Philip gewesen seien.

Harry und Meghan erhoben im Oprah-Interview schwere Vorwürfe gegen das britische Königshaus. Prinz Charles soll enttäuscht sein.

Prinz Charles „fühlt sich schwer enttäuscht“ von den Rassismusvorwürfen, die in dem Interview erhoben wurden, erzählt eine dem Königshaus nahestehende Quelle gegenüber People. „Der Prinz glaubt an Vielfalt und seine Handlungen zeigen das“, so die Quelle weiter. „Er war die erste Person, die die Windrush-Generation und die Beiträge, die sie zur britischen Gesellschaft leisteten, hervorhob.“

Die Windrush-Generation beschreibt eine große Zahl an Menschen, die in den 1950er Jahren aus der Karibik nach Großbritannien eingewandert waren. Außerdem habe sich der König in spe sehr für die muslimische Gemeinschaft eingesetzt. „Von allen Mitgliedern der königlichen Familie hat er dieses Thema am meisten ernst genommen.“ Vielleicht aber im eigenen, ganz persönlichen Umfeld nicht ernst genug.

Prinz Harry und Prinz Charles: Eine Vater-Sohn-Beziehung mit Tücken

Hinzu kommt, dass Prinz William und Prinz Harry offenbar schon immer eine komplizierte Beziehung zu ihrem Vater hatten. „Es ist keine einfache Vater-Sohn-Beziehung“, sagt eine Palastquelle dem Magazin. „Er ist ihr Vater und ihr Chef, und sie sind ihm verpflichtet, um ihre Büros und ihr Leben zu finanzieren.“ Gut möglich also, dass das zugrundeliegende Problem auch durch persönliche Emotionen teilweise überlagert wird. Harry berichtete beispielsweise im Gespräch mit Oprah Winfrey, dass sein Vater Charles seine Anrufe nicht mehr entgegengenommen habe, als er und Meghan den Rückzug beschlossen hatten.

Auch finanziell soll ihnen aufgrund dieser Entscheidung der Geldhahn zugedreht worden sein. Harry zufolge lebt das Paar von Dianas Erbe. Enttäuscht ist also nicht nur Charles, sondern auch Harry, der auf mehr Verständnis gehofft hatte. „Natürlich werde ich ihn immer lieben, aber es ist eine Menge Verletzendes passiert. Und ich werde es weiterhin zu einer meiner Prioritäten machen, zu versuchen, diese Beziehung zu heilen“, so Harry. Der Weg zurück scheint für Vater und Sohn also nicht ausgeschlossen. (mam)

Rubriklistenbild: © Niall Carson/dpa

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