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Auch ihre bessere Hälfte war bei der Premiere dabei: Amanda Seyfried posiert mit Thomas Sadoski.

Mamma Mia 2 startet in den Kinos

Amanda Seyfried spricht übers Muttersein und Wiedersehen mit ihrem Ex

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Zehn Jahre haben Fans auf die Fortsetzung von Mamma Mia warten müssen. Vor der Filmpremiere spricht Amanda Seyfried im Interview über ihr erstes Jahr als Mutter und das Wiedersehen mit ihrem Ex.

Los Angeles - Wie haben sich die Zeiten für Amanda Seyfried geändert. Mamma Mia! Ja, mit dem ABBA-Hit (genauer gesagt der Verfilmung als Hollywood-Musical) schaffte die Apothekers-Tochter mit deutschen Vorfahren den Durchbruch. Damals war sie 22. Seitdem sind zehn Jahre vergangen. Und Amanda hat in über 30 Filmen und zehn TV-Serien gespielt. Mamma Mia! - kann man da nochmals sagen - sogar im Wortsinn. Während der Dreharbeiten zu Teil 2 (Filmstart ist an diesem Donnerstag) wurde sie Mutter. Die Tochter ist mittlerweile ein Jahr alt und Amanda hält immer noch den Namen geheim.

Dürfen wir wenigstens fragen, ob Sie sich mit dem Baby verändert haben?

Amanda Seyfried: Ich brauche nicht mehr die Bestätigung von anderen, denn meine Prioritäten im Leben sind nun völlig klar. Sobald man schwanger ist, realisiert man, dass es nun nicht mehr nur um einen selbst geht. Das ist gut. Man wächst und entwickelt sich weiter.

Wie schwer ist es, als junge Mutter nebenbei vor der Kamera zu stehen?

Seyfried: Es ist körperlich zwar sehr anstrengend, aber es ist die Mühe wert. Meine Tochter ist immer dabei. Ich bedauere nur, dass sie noch zu klein ist, um sich später an ihre Erfahrungen aus früher Kindheit erinnern zu können.

Hat sich seit der Geburt die Beziehung zu Ihrer eigenen Mutter geändert?

Seyfried: Ja, sehr. Meine Mutter ist unsere Nanny. Sie arbeitet nicht mehr als Physiotherapeutin und folgt uns überall hin. Egal ob wir auf unserer Farm sind oder in unserem Haus in Los Angeles. Wir sind uns näher denn je. Es ist unheimlich schwer für mich, mich über meine Mutter aufzuregen. Selbst wenn sie meine Tochter mit Schweinebraten füttert. Sie tut ihr Bestes und kümmert sich um meine Kleine.

Was werden Sie von ihr bei der Erziehung übernehmen?

Seyfried: Wie toll sie meine Schwester und mich unterstützt hat, ohne sich ständig in alles einzumischen. Sie hat uns genug Raum gelassen, damit wir uns selbstständig entwickeln konnten.

Hätte nichts gegen einen dritten Teil einzuwenden: Amanda Seyfried gehört zur Stammbesetzung von Mamma Mia.

Gibt es etwas, was Sie anders machen werden?

Seyfried: Meine Mutter war nach außen unheimlich stark und hat ihre eigenen Gefühle oft versteckt. Das war nicht immer gut, auch für sie selbst. Ich will, dass meine Tochter einen gesunden Ausgleich erlebt. Sie wird erfahren, dass ihre Mutter nicht mit ihrer Meinung hinterm Berg hält, wenn sie etwas wichtig findet. Auf der anderen Seite werde ich aufpassen, dass ich ihr nicht irgendeinen Quatsch erzähle - nur weil ich leidenschaftlich für etwas stehe. Denken, bevor man redet, ist eine gute Sache - also das Gegenteil von unserem amerikanischen Präsidenten sein (lacht).

Beim ersten Teil von „Mamma Mia“ verliebten Sie sich ja in Ihren Kollegen Dominic Cooper, der in der Fortsetzung wieder dabei ist. Sie waren zwei Jahre zusammen. Jetzt sind Sie mit Ihrem Kollegen Thomas Sadoski verheiratet. War der nicht eifersüchtig?

Seyfried: Ich bin mit Dominic inzwischen gut befreundet. Zwischen uns ist nichts mehr, und mein Mann war mit der Situation okay. Selbst wenn er ein wenig eifersüchtig gewesen wäre, dann hätte mich das nicht gestört. Besser, als wenn es ihm egal wäre.

Wären Sie bereit für „Mamma Mia 3“?

Seyfried: Und ob. Wir sollten aber nicht wieder so lange warten. Oder vielleicht doch. Dann könnte meine Tochter meine Filmtochter spielen.

Interview: Dierk Sindermann

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