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Jennifer Lawrence gibt sich im Interview offen und kämpferisch. 

Ein Geschenk mit Nebenwirkung

Interview mit Jennifer Lawrence: Das ist der Preis des Ruhms

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Los Angeles - Wer in Hollywood die magische 20-Millionen-Dollar-Gage-pro-Film-Hürde genommen hat, gehört zu den Großen. Die sind jedoch vornehmlich männlich. Jennifer Lawrence wollte das so nicht hinnehmen. 

Als sie herausfand, dass ihre männlichen Kollegen bei American Hustle mehr verdient hatten als sie, schlug die heute 26-Jährige Krach. Und siehe da: Für ihren aktuellen Film „Passengers“ bekommt die Oscar-Gewinnerin 20 Millionen Dollar, während Co-Star Chris Pratt „nur“ die Hälfte angeboten wurde. Die I sprach mit der ebenso streitbaren wie sympathischen Schauspielerin über Ruhm, die eigene Sterblichkeit und über ungerechte Entlohnung.

Wie sich die Zeiten für Sie geändert haben …

Jennifer Lawrence: Es ist mir nie darum gegangen, wie viel ich verdiene. Ich wurde auch vorher schon mehr als gut bezahlt. Was mich aber freut: Dass endlich darüber gesprochen wird! Dass nämlich Frauen auf der ganzen Welt noch immer weniger Geld für denselben Job bekommen wie Männer. Und deshalb auch weniger haben, um ihre Familien zu ernähren.

Bereuen Sie es manchmal, so berühmt zu sein?

Lawrence: Es ist ein Geschenk mit Nebenwirkungen. Dein Leben wird beschnitten. Das hat mich wütend gemacht, als ich jünger war. Jetzt sehe ich auch die positiven Seiten. Ich kann in einem Job arbeiten, den ich über alles liebe. Ich kann mich für wichtige Dinge in der Welt einsetzen und werde gehört, wenn ich etwas zu sagen habe.

W enn Sie die Chance hätten, für ein paar Tage völlig anonym zu sein…

Lawrence: … würde ich die Stille genießen. Wäre ohne Sorge, dass mich jemand anstarrt. Ich hätte ein Glas Wein in der Hand und würde in den Himmel schauen. Und wahrscheinlich nach fünf Stunden vor Langeweile ausrasten (l acht).

Wie gehen Sie mit dem Karriere-Stress um?

Lawrence: Ich habe eine Wellness-Routine. Wenn ich viel arbeite, erhöhe ich mein Work-out-Pensum. Nach einem Flug will ich immer richtig schwitzen, weil ich so die Bazillen aus meinem Körper schwemme. Außerdem schlafe ich dann besser. Lachen hilft ebenfalls. Deshalb schau ich mir auch regelmäßig Folgen von „Modern Family“ an. Und ich versuche, mich in Hotelzimmern häuslich einzurichten.

Wie denn?

Lawrence: Ich bringe mir ein Stück Zuhause mit. Zum Beispiel habe ich dieselben Kerzen wie daheim im Gepäck. Dann riecht es wie bei mir zu Hause, wenn ich ins Hotel komme. Wenn es möglich ist, bringe ich auch meine Hündin Pippi mit. Dann gehe ich mit ihr Gassi und tolle mit ihr rum, so wie ich es immer mache. Ich brauche diese Routine.

In Ihrem aktuellen Film „Passengers“ geht es um Sterblichkeit. Haben Sie Angst vor dem Tod?

Lawrence: Fürchterlich! Ich will nicht sterben, doch es ist unausweichlich. Es ist hart, das zu akzeptieren. Dass ich vorher auch noch durch die Wechseljahre gehen muss, ist ein doppelter Schlag (lacht).

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