Räumung am Hauptbahnhof - das war der Grund

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Die zweifache Mutter Claudia ­Koreck (30) hat mit ihrer Familie jetzt eine „Kinderplatte“ eingespielt. Sie gibt’s für 15 Euro und ist bei Millaphon erschienen.

Live-Show für 2017 geplant

Liedermacherin Koreck im tz-Interview: „Kinder können manchmal gemein sein“

München - Claudia Koreck unterhält mit ihren Songs Kinder und Erwachsene. Im Interview spricht die Liedermacherin über die besondere Herausforderung und ihre verschiedenen Figuren.

Mit ihrem Hit „Fliang“ flog Claudia Koreck vor neun Jahren auf Platz 1 der bayerischen Charts. Inzwischen ist die Traunsteinerin eine der erfolgreichsten Liedermacherinnen im Land. Jetzt hat sie mit ihrem Mann Gunnar Graewert sowie ihren Kindern Timmy (6) und Lani (3) eine Kinderplatte eingespielt. Wär das kein schönes Weihnachtsgeschenk für Sie? Was die 30-Jährige der tz erzählt:

Mögen Sie Künstler-CDs für Kinder?

Claudia Koreck: Es gibt schon schöne - wie etwa die der Biermösl Blosn. Aber es gibt viele, die sind „aua“. So anspruchslos sind Kinder nicht.

Sondern?

Koreck: Ich kann nur von meinen Kindern sprechen. Der Timmy ist sehr wählerisch. Der sagt schon mal: „Was ist denn das für ein Schmarrn!?“

Hat Lani auch eine Rolle übernommen auf der Platte?

Koreck: Ja, ich wollte, dass sie wenigstens einen Satz spricht. Bei der Schnecke Glitschi sagt sie: „Mama, Mama, guck mal, da ist eine wunderschöne Schnecke!“ Und jetzt findet sie, dass sie zu wenig gesprochen hat …

Wann sind die Geschichten denn entstanden?

Koreck: Beim Zubettgehen. Das hat vor zwei, drei Jahren angefangen. Der Timmy wollte immer neue Geschichten hören. Im Urlaub hat meine Mama mal zugehört und gemeint, ich sollte meine Geschichten doch mal aufschreiben.

Ein richtiges Familienalbum: die Mama, der Papa, die Kinder, die Oma … Wer noch?

Koreck: Mein Papa. Der entdeckt grad lauter neue Talente an sich.

Wird’s das auch live geben?

Koreck mit Reporter Seidemann.

Koreck: Ja, unbedingt. Wahrscheinlich kommen wir aber erst 2017 dazu. Die Idee ist, mit dem „normalen“ neuen Album auf Tour zu gehen, und wenn es passt, machen wir nachmittags eine Show für die Kinder.

Auf der Platte bedanken Sie sich für die Kritik der Kinder. Wie ist die ausgefallen?

Koreck: Wenn ich etwas wiedererzähle und es nicht hunderprozentig so, wie es ursprünglich ist - das nehmen sie schon ganz genau. Ich habe Timmy ganz oft gefragt, wenn ich eine Geschichte aufgeschrieben habe, wie die denn genau ging.

Mit Rudi, dem Stinktier, geht die CD los. Ein anrüchiger Start, oder nicht?

Koreck: Das war eher intuitiv. Aber klar, das Stinktier, die Spinne, die Kakerlake … Die Kinder finden bestimmte Tiere eklig. Als wir mit ihnen auf Hawaii waren, gab es im Haus viele Spinnen. Da haben sie sich sehr gefürchtet. Dann habe ich Geschichten über sie erfunden und ihnen Namen gegeben, Natascha, Ursula. Wenn jetzt eine Spinne im Haus ist, rufen sie: Schau mal, Mama, da ist Ursula!

Solche Figuren machen vielleicht auch mehr Spaß als die liebenswerten …

Koreck: Ich stehe ohnehin nicht so auf das Perfekte im Leben. Für Kinder ist das sehr wichtig. Die können manchmal recht gemein sein, wenn jemand anders ist als sie selbst. Da hilft dann ein zweiter Blick, um die tollen Seiten an dieser Person zu entdecken.

Für Sympathie sorgt dafür ja eine Biene …

Koreck: Ja, aber die ist dick.

Welche ist die Lieblingsfigur der Kinder?

Koreck: Das wechselt. Die Lani hat zum Beispiel ein wenig Angst vor dem Feuersalamander. Den spricht mein Mann recht fauchig. Das hört sie nicht so gern, der Timmy liebt aber die Geschichte. Dafür mag sie Charlotte, das Huhn, und ihr Lieblingslied ist das von der Spinne. Der Timmy mag den Rudi am liebsten.

Ist ein Buch geplant?

Koreck: Ja, aber wir schaffen das heuer nicht mehr. Dafür haben wir eine App. Das ist zwar eine ganz neue Welt für mich, aber wir wollten etwas schaffen, bei dem Kinder selbst mitmachen können. Da kann man quasi selbst Produzent sein. Jede Figur spielt ein Instrument. Da kann man sich die Band selbst zusammenstellen.

Und wer ist Ihre Lieblingsfigur?

Koreck: Karla Kakerlake mag ich gern. Ich bin zwar nicht so ein Star wie die Karla, aber ich kenne das Gefühl, seinen Traum zu leben, unterwegs zu sein, aber auch gerne zurück zu seinen Wurzeln zu kehren. Die Karla merkt allerdings, dass der ganze Ruhm gar nichts für sie ist.

Interview: Antonio Seidemann

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