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Sylvie mit ihren Jury-Kollegen Bruce Darnell und Dieter Bohlen.

Die RTL-Jurorin spricht Klartext über ihre Krankheit

„Ich bin die Sylvie und nicht der Krebs!“

Am Freitag startet RTL eine neue Staffel der Castingshow „Das Supertalent“. In der Jury sitzt ­wieder Sylvie van der Vaart (31) – Model, Moderatorin und Ehefrau des Profifußballers Rafael van der Vaart.

Im Juni hatte die gebürtige Niederländerin erklärt, sie sei an Brustkrebs erkrankt. Der Tumor wurde operativ entfernt, dennoch unterzieht sich Sylvie van der Vaart zurzeit einer vorbeugenden Chemotherapie. Im Interview spricht die Mutter eines kleinen Buben über die Castingshow, ihre Krankheit und die Reaktionen der Öffentlichkeit.

Casting-Shows: Was wurde aus den Gewinnern?

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Frau van der Vaart, haben Sie schon Ihr Supertalent entdeckt?

Sylvie van der Vaart: Ich habe noch keinen Favoriten. Ich weiß nur, dass ich sehr beeindruckt von der Qualität der Kandidaten bin. Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht auch viele verrückte Leute dabei hatten.

Sie haben sich die Entscheidung ja nicht leicht gemacht, jetzt hier wieder beim Supertalent dabei zu sein…

van der Vaart: Ja, die Entscheidung war nicht leicht, obwohl ich super gerne ­wieder dabei sein wollte. Ich wusste nur nicht, wie ich auf die Chemotherapie reagiere. Ich bin ein Kontrollfreak, aber in dieser Sache wusste ich nicht, was passieren wird. Ich musste also einfach nach meinem Gefühl eine Entscheidung treffen. Und ich glaube, ich habe das gut gemacht.

Wie lange geht die Chemotherapie?

van der Vaart: Die Chemotherapie geht bis Dezember und „Das Supertalent“ auch, aber ich versuche, das positiv zu sehen. Die Arbeit lenkt mich ab und hat mir geholfen, meine positive Einstellung und Freude zu bewahren. Bei den Castings habe ich meinen Sohn immer mitgenommen, und ich hatte eine schöne Zeit.

Wie gehen Ihre Jurykollegen Dieter Bohlen und Bruce Darnell damit um?

van der Vaart: Es ist kein Thema für uns. Ich bin Sylvie und ich bin noch immer Sylvie, auch wenn ich eine Chemotherapie mache. Das Letzte, was ich wollte, wäre Mitleid und immer wieder auf meine Krankheit angesprochen zu werden. Ich glaube, die Leute um mich herum haben das auch allmählich vergessen. Man lacht, man macht Witze, und ich habe keine Minute in der Jury gefehlt. Je lockerer man damit umgeht, umso lockerer gehen auch die Leute um einen herum damit um.

Sie gehen ja relativ offen mit Ihrer Krankheit um…

van der Vaart: Weil es jetzt ein Teil meines Lebens ist und ich mich nicht dafür schäme. Ich bin eine Person, die in der Öffentlichkeit steht, und deshalb interessiert es jetzt auch die Menschen. So kann ich Betroffenen in ähnlichen Situationen Mut machen und junge Frauen aufklären, unbedingt zur Vorsorge zu gehen. Das Einzige, was ich nicht will, ist, dass es jedes Mal um Krebs geht, ich bin Sylvie und nicht der Krebs.

Hat sich Ihre Lebenseinstellung durch Ihre Diagnose verändert?

van der Vaart: Ja, auf jeden Fall. Ich bin lockerer geworden, bin nicht mehr die ganze Zeit so nervös, fühle mich weniger gestresst. Und ich sehe jetzt, wie schön das Leben ist. Das ist toll.

Sie sind eine wunderschöne Frau. Wie wichtig ist Ihnen Schönheit?

van der Vaart: Also, ich fühle mich einfach wohler, wenn ich gut aussehe, muss ich ganz ehrlich sagen. Meine Haare sind durch die Chemo natürlich auch ausgefallen, das ist schon sehr komisch für eine Frau. Aber die Leute vergessen es jetzt schon wieder. Das Haarteil ist ein Teil von mir, und wenn ich die Chemotherapie abgeschlossen habe, werde ich mit kurzen Haaren rumlaufen. Ich kann das als etwas Positives sehen, weil ich jetzt immer wieder meinen Look ändern kann. Das hätte ich vorher nie gemacht.

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Wie wichtig ist es für die Kandidaten von „Das Supertalent“, eine Geschichte zu haben wie Michael Hirte, der vergangenes Jahr auch durch sein Schicksal bewegt hat?

van der Vaart: Für mich ist es nicht so wichtig. Nur die Talente sollten bewertet werden.

Haben Sie noch Träume?

van der Vaart: Ja, absolut! Beruflich möchte ich noch mal etwas Tolles moderieren, vielleicht eine große Entertainment-Show. Privat möchte ich noch ein zweites Kind haben.

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