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Irans Medien attackieren die französische Präsidenengattin Carla Bruni Sarkozy.

Irans Medien attackieren Carla Sarkozy

Teheran - Iranische Medien haben die französische Präsidentengattin Carla Sarkozy wegen ihres Engagements für eine zum Tod durch Steinigung verurteilte Iranerin scharf attackiert.

“Französische Prostituierte haben in das Zeter und Mordio um die Menschenrechte eingestimmt“, schrieb am Montag die staatliche Zeitung “Kayhan“ in Bezug auf Carla Sarkozy und die Schauspielerin Isabell Adjani, die sich ebenfalls für die wegen Ehebruchs verurteilte Iranerin eingesetzt hatte. Die Zeitung ist das Presseorgan des ultraradikalen Flügels in der Regierung.

Die nichtstaatliche Website inn.ir nannte Carla Sarkozy eine “unmoralische Frau“, die ihren Ehemann betrogen habe und deshalb in Frankreich unbeliebt sei. Das frühere Model Carla Sarkozy hatte sich in einem vor einer Woche im Internet veröffentlichten Brief für die von der Steinigung bedrohte 43-jährige Iranerin Sakineh Mohammadi-Aschtiani stark gemacht.

“Wie kann man schweigen angesichts des Urteils gegen Sie? Warum Ihr Blut vergießen, Kinder ihrer Mutter berauben? Nur weil Sie gelebt und geliebt haben, weil Sie eine Frau sind, weil Sie Iranerin sind? Alles in mir sträubt sich, dies zu akzeptieren“, hieß es darin. Das Urteil hatte weltweit Proteste zahlreicher Regierungen und Menschenrechtsorganisationen ausgelöst. Auch viele Prominente forderten eine Begnadigung der Frau. Im Juli hatte Teheran die Vollstreckung der Steinigung vorerst ausgesetzt.

dpa

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