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Iris Berben bei der Verleihung der 49. Goldenen Kamera in Berlin.

Schauspielerin fordert mehr Mut ein

Iris Berben beklagt "Quotenpest" im TV

München - Im deutschen Fernsehen wird der Erfolg an der Quote gemessen. Das ist schon länger umstritten. Auch die Schauspielerin Iris Berben (63) findet deutliche Worte für dieses Verfahren.

„Ich finde es wichtig, dass wir uns verändern, dass wir dem Zuschauer mehr zumuten, ihm mehr abfordern“, sagte sie im Interview der Nachrichtenagentur dpa in München. „Das bedeutet nicht radikale Veränderungen, aber ich finde, ein Fernsehen ist in der heutigen Zeit verpflichtet, andere Positionen einzunehmen, andere Formen auszuprobieren, andere Sehgewohnheiten einzufordern.“

Fernsehmacher müssten mutiger werden. „Dazu gehört aber auch die Bereitschaft der Verantwortlichen, nicht sofort den Schwanz einzuziehen, wenn es beim ersten Mal nicht direkt klappt“, sagte Berben. „Aber solange die Quotenpest, die über alles herrscht, uns den Weg vorgibt, wird das schwierig.“

dpa

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