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Bologna sagt "Addio, Lucio!"

Italiens tränenreicher Abschied von Lucio Dalla

Bologna - Italien und vor allem Bologna, die Heimatstadt des Liedermachers und Sängers Lucio Dalla (68), haben dem Verstorbenen am Sonntag die letzte Ehre erwiesen.

Vor der Trauerfeier am Nachmittag in der überfüllten Basilica di San Petronio in Bologna waren mehr als 50 000 Menschen an seinem Sarg vorbeigezogen. In Italiens Fußballstadien wurde seiner gedacht. Dallas sozialkritische und poetisch-melancholische Lieder sind bei mehreren Generationen beliebt.

Tränenüberströmte Fans des norditalienischen Künstlers hatten sich von Samstagmorgen an vor dem Rathaus in Bologna versammelt, in dem der Sarg aufgebahrt war. Auf der Piazza Maggiore, dem Hauptplatz der Stadt, ertönten bekannte Lieder des Künstlers, darunter „Caruso“ und „Gesù Bambino“. Künstler, Politiker und Intellektuelle legten Blumenkränze nieder. Der Strom riss auch am Sonntag nicht ab, der Tag, an dem der in Montreux gestorbene Dalla 69 Jahre alt geworden wäre. Zu seinen Ehren hatte Bologna am Sonntag halbmast geflaggt.

Der Beifall tausender Menschen auf dem Platz begleitete den Zug mit dem Sarg des Künstlers. Eine ebenso schlichte wie ergreifende Trauerzeremonie leitete in der Basilica die Beisetzung des Mannes aus der Emilia-Romagna ein. Eine Rose und eine Zigarette zierten Dallas Sarg. Die Bischöfe hatten darum gebeten, in der Trauerzeremonie keine Lieder des als gläubig bekannten Lucio Dalla zu spielen.

So wurde lediglich am Ende sein Text „Le Rondini“ (Die Schwalben) verlesen, eines der vielen Lieder Dallas über den Sinn des Lebens. Dalla war am vergangenen Donnerstag an einem Herzinfarkt gestorben.

dpa

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