Jackson-Prozess wird nicht eingestellt

- Santa Maria - Im Missbrauchverfahren gegen Michael Jackson geht das Tauziehen um die Zulassung von Zeugen weiter. Die Verteidiger des Popstars hatten Grünes Licht für die Vorladung des Komödianten George Lopez erhalten, die Staatsanwalt Tom Sneddon verhindern wollte.

<P>Die Anklage wiederum kam ihrem Ziel einen Schritt näher, Personen in das laufende Verfahren einzubringen, die vor Jahren angeblich als ehemals Jugendliche von Jackson sexuell belästigt worden sein sollen. Die Fälle kamen seinerzeit nicht vor Gericht.</P><P>Bei einer Anhörung im Gericht von Santa Maria, bei der Jackson und die Geschworenen nicht präsent waren, hatte Richter Rodney Melville am Freitag einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens abgelehnt. Die Verteidiger des Popstars hatten die namentliche Nennung eines Jungen vor der Jury beanstandet, der den Sänger bereits in den 90er Jahren der sexuellen Belästigung bezichtigt hatte.</P><P>Der Name war bei der Zeugenaussage einer Ex-Haushälterin Jacksons im Gericht gefallen. Der damals Jugendliche, ein jetzt 25-jähriger Mann, hatte sich mit Jackson über eine Millionen-Abfindung geeinigt. In dem jetzt laufenden Verfahren hat der Richter noch nicht entschieden, ob frühere Anschuldigungen anderer Jungen als Beweismittel zugelassen werden.</P><P>Melville setzte eine Anhörung für den 28. März fest, in der dieser wichtige Punkt zur Sprache kommen soll. Für die Anklage wäre die Einbeziehung früherer Vorfälle eine große Hilfe bei dem Versuch, Jackson als langjährigen Pädophilen darzustellen. Im laufenden Verfahren wird Jackson vorgeworfen, im Frühjahr 2003 einen heute 15 Jahre alten Jungen sexuell missbraucht und ihn dafür mit Alkohol gefügig gemacht zu haben. Der Popstar bestreitet seine Schuld.</P><P>Die Verteidigung versucht unterdessen, Zweifel an der Glaubwürdigkeit des 15-Jährigen zu wecken. Mit der Vorladung des Komödianten George Lopez könnte ihr das gelingen. Dem Sender CNN zufolge wird Lopez über einen Vorfall berichten, der zum Zerwürfnis zwischen ihm und dem einst krebskranken Jungen führte, der jetzt Jackson des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Der Junge und dessen Vater hatten dem Entertainer vorgeworfen, er habe Geld aus der Brieftasche des Jugendlichen entwendet. Jacksons Anwälte wollen damit ihren Vorwurf untermauern, dass die Familie schon früher versucht hatte, sich von Prominenten Geld zu beschaffen.</P><P>Am Montag sollte das seit drei Wochen laufende Verfahren mit der Befragung weiterer Zeugen fortgesetzt werden. Prozessbeobachter gehen davon aus, dass die Mutter des angeblichen Missbrauchopfers und ein Kinderpsychologe, dem sich der Junge 2003 anvertraute, bald in den Zeugenstand treten werden.</P>

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