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Kaiser Akihito mit seiner Frau. In Japan hat der Kaiser keine Regierungsbefugnis. Das Kaiserhaus hat ein strenges Regiment, die Familie selber ist fast vollständig von der Außenwelt abgeschirmt.

20-jähriges Thronjubiläum für Japans Kaiser Akihito

Tokio - Als Kaiser Akihito den Thron bestieg, hatte das japanische Kaiserhaus einen schlechten Ruf. Sein Vater Hirohito spielte eine unrühmliche Rolle im zweiten Weltkrieg.

Tausende Japaner haben Kaiser Akihito zum 20. Jahrestag seiner Thronbesteigung gratuliert. Bei einer offiziellen Feier im Staatstheater von Tokio überbrachte Ministerpräsident Yukio Hatoyama die Glückwünsche seiner Regierung. Viele Menschen strömten zum kaiserlichen Haushofamt auf dem Palastgelände, um sich in Gratulationsbücher einzutragen. Der 75-jährige Monarch hatte am 7. Januar 1989 nach dem Tod seines Vaters Kaiser Hirohito, posthum Showa-Tenno genannt, den Thron bestiegen.

Offiziell wurde Kaiser Akihito nach einer Trauerzeit für seinen Vater am 12. November 1990 im Kaiserpalast im Herzen der Hauptstadt zum 125. Tenno ausgerufen. Kaiser Akihito, dessen Regentschaft den Namen Heisei (“Frieden schaffen“) trägt, ist der erste Tenno, der sein Amt nicht mehr als “Gott“ antrat. Sein 1989 gestorbener Vater hatte am 1. Januar 1946 in einer sogenannten Menschlichkeitserklärung der Göttlichkeit des Kaisers entsagt. In seinem Namen war Japan in den Zweiten Weltkrieg gezogen. Laut der Nachkriegsverfassung muss sich sein ältester Sohn und Thronfolger auf die Rolle als Symbol der Einheit der Nation beschränken. Regierungsbefugnisse sind dem Kaiser alle genommen.

dpa

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