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Jamie Foxx (l) und Quentin Tarantino 2013 bei der "Django"-Premiere in Berlin.

Sei eigener Vater kritisiert ihn

"Mörder": Tarantino bringt US-Polizei gegen sich auf

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Los Angeles - Kult-Regisseur Quentin Tarantino ist für deutliche Worte bekannt. Polizisten, die unschuldige Zivilisten erschießen, nennt er "Mörder". Nicht nur den Beamten geht er damit zu weit.

Der Filmemacher ("Pulp Fiction") steht in der Kritik, nachdem er sich vergangene Woche bei einer Demonstration gegen Polizeigewalt kritisch geäußert hatte.  "Ich bin hier, um zu sagen, dass ich auf der Seite der Ermordeten stehe", sagte Tarantino bei den Protesten in New York. Polizeigewerkschaften riefen daraufhin zum Boykott des an Weihnachten erscheinenden Tarantino-Western "The Hateful Eight" auf.

Der Vater des zweifachen Oscar-Preisträgers erklärte: "Ich liebe meinen Sohn and habe großen Respekt vor ihm als Künstler. Aber er liegt verdammt falsch, wenn er Polizeibeamte Mörder nennt, vor allem in meiner Heimatstadt New York." Sein Sohn sei ein leidenschaftlicher Mensch, und daher manchmal blind gegenüber Tatsachen, fuhr er fort. "Polizisten sind keine Mörder sondern Helden."

Der Präsident der US-Polizeigewerkschaft, Patrick J. Lynch, bedankte sich bei Tony Tarantino: "Es ist nicht leicht, jemanden zu kritisieren, den man liebt. Aber Quentin hat die Leute beleidigt, die sein Recht auf freie Meinungsäußerung schützen, dass es ihm überhaupt erst erlaubt, seine Filme zu drehen. Er sollte sich bei allen Polizisten des Landes entschuldigen. Bis er das tut, werben wir für einen Boykott seiner Filme. Schon jetzt beteiligen sich sehr viele daran." 

Jamie Foxx unterstützt Tarantino

Oscar-Preisträger Jamie Foxx (47, "Ray") nahm den 52-Jährigen derweil in Schutz. "Erzähle weiter die Wahrheit und kümmere dich nicht um die Hasser", sagte der Afro-Amerikaner am Sonntagabend bei einer Preisverleihung in Los Angeles. Foxx hatte die Hauptrolle in Tarantinos Western "Django" gespielt.

In den zurückliegenden Monaten waren zahlreiche Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA bekanntgeworden. Zudem wird verstärkt über offenen und latenten Rassismus in dem Land debattiert.

dpa/hn

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