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Jan Delay sagte in der ZDF-Sendung "Aspekte", er habe sich gegenüber Heino "ein bisschen im Ton vergriffen".

"Bisschen im Ton vergriffen"

Jan Delay bereut "Nazi"-Äußerung über Heino

Berlin - Jan Delay hat in einer Fernsehsendung zugegeben, dass es ihm inzwischen leid tut, dass er Heino als "Nazi" bezeichnet hat. Er habe sich "ein bisschen im Ton vergriffen".

Dem Hamburger Sänger Jan Delay tut seine "Nazi"-Äußerung über den Volksmusiker Heino leid: "Ich bin da wohl verbal übers Ziel hinaus geschossen", sagte der 37-Jährige am Freitagabend in der ZDF-Sendung "Aspekte". Wegen des von Heino angestrengten Verfahrens habe man ihm geraten, sich zur Sache nicht zu äußern. "Ich sage dazu jetzt nichts - außer, dass ich mich ein bisschen im Ton vergriffen habe." Auf die Frage des Moderators, ob ihm seine Äußerung und der daraus entstandene öffentliche Streit leid tue, sagte Delay: "Natürlich bereue ich das".

Heino gab sich im Interview mit dem Kulturmagazin wenig versöhnlich: Er sei "erschrocken" darüber, "dass ein Mensch, den ich gar nicht kenne, mich als Nazi bezeichnet", sagte der 75-Jährige. Er habe "den Namen Jan Delay noch nie gehört". Dessen Bemerkung finde er "als Beleidigung unverschämt". Wenn Delay sich entschuldigen wolle, "nehme ich die Entschuldigung an, ansonsten werden das meine Anwälte richten". Heino hatte für eine Platte mit Cover-Versionen auch einen Song von Delay als Volksmusikversion neu vertont.

Delay hatte der österreichischen Zeitung "Die Presse" auf eine Frage nach Heinos Cover-Versionen von Rock- und Punksongs und dessen Auftritten mit der Band Rammstein gesagt: "Alle sagten plötzlich: Ist doch lustig, ist doch Heino. Nee, das ist ein Nazi. Das vergessen die meisten Leute, wenn die Leute über Heino reden." Zur Begründung verwies er unter anderem auf einen früheren Auftritt Heinos während der Apartheid in Südafrika. Heino hat wegen der Äußerungen Strafanzeige wegen des Verdachtes der Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gestellt.

afp

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