Japanische Prinzessin heiratet Bürgerlichen

- Tokio - Für die japanische Prinzessin Sayako (36) beginnt an diesem Dienstag ein neues Leben als Bürgerliche. Das jüngste von drei Kindern von Kaiser Akihito und dessen einzige Tochter heiratet den vier Jahre älteren Stadtplaner Yoshiki Kuroda.

Es ist die erste Hochzeit einer kaiserlichen Prinzessin seit 45 Jahren. Die engagierte Vogelkundlerin verliert durch die Heirat mit einem Bürgerlichen ihren kaiserlichen Adelsstatus und wird außerhalb der Mauern des Kaiserpalastes künftig ein völliges neues Leben als Hausfrau führen.

Ihre Schwägerin, Kronprinzessin Masako, hatte den anderen Weg - von einer Bürgerlichen zur Kronprinzessin - gewählt und dabei erfahren, wie schwer ein solcher Wandel sein kann. So schwer, dass sie seit über einem Jahr kaum noch in der Öffentlichkeit erschien und offiziell unter einer "Anpassungsstörung" leidet. Anders als bei der Hochzeit von Kronprinzessin Masako mit Kronprinz und Thronfolger Naruhito, wird die Hochzeit seiner Schwester eher unspektakulär in einem Tokioter Luxushotel unweit des Kaiserpalastes gefeiert.

In einem Bruch mit der Tradition werden Kaiser Akihito und Kaiserin Michiko den Hochzeitsfeierlichkeiten beiwohnen. Medien zufolge wird Prinzessin Sayako bei der Zeremonie nach uraltem Shinto-Brauch ein langes weißes Hochzeitskleid tragen. Die Prinzessin, mit ihrem kaiserlichem Titel auch Prinzessin Nori genannt, hatte vor kurzem ihre Arbeit als Forscherin an einem Institut für Ornithologie aufgegeben und außerdem mit Fahrstunden begonnen.

Ihr bürgerlicher Verlobter hatte seinen früheren Beruf als Banker gegen einen Arbeitsplatz bei der Tokioter Stadtverwaltung getauscht. Auf diese Weise wollte er laut Medienberichten sicher gehen, nicht versetzt zu werden, damit er sich um seine Mutter kümmern könne, mit der er seither zusammen wohnte. Er und Prinzessin Sayako hatten sich auf Vermittlung ihres Bruders, Prinz Akishino, getroffen. Prinzessin Sayako ist das letzte Kind des Kaisers, das den Bund der Ehe eingeht.

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