Japanischer Kaiser hat Krebs

- Tokio - Der japanische Kaiser Akihito ist an Prostatakrebs erkrankt. Das ergab die Diagnose einer kürzlich vorgenommenen Gesundheitsuntersuchung, teilte das Haushofamt mit. Kaiser Akihito, der vergangenen Montag 69 Jahre alt wurde, werde sich im kommenden Monat einer Operation unterziehen, bei der die Vorsteherdrüse entfernt werden soll.

 Nach Aussagen seines Chefarztes Ichiro Kanazawa wurde dem Monarch der Befund mitgeteilt, da er sehr gute Aussichten habe, wieder vollständig zu genesen. Es handele sich um gutartigen Krebs, der sich nicht ausbreiten werde.<P>Der Kaiser werde sich zur Operation Mitte Januar ins Tokioter Universitätskrankenhaus begeben und etwa einen Monat dort bleiben. Kronprinz Naruhito werde dann voraussichtlich vorübergehend die Verpflichtungen seines Vaters übernehmen. Der Kaiser selbst werde jedoch am nächsten Donnerstag wie in jedem Jahr Besucher vom Balkon seines Palastes im Herzen von Tokio aus zum Neuen Jahr begrüßen.</P><P>Kaiser Akihito werde auch der jährlichen Gedichtlesung in seinem Palast am 15. Januar wie geplant beiwohnen. Er habe keine Symptome gezeigt. Dennoch habe er sich der Prostatauntersuchung unterzogen, weil über die vergangenen drei Jahre hinweg Bluttests leicht Besorgnis erregende Werte ergeben und Ärzte eine Verhärtung im Bereich der Prostata festgestellt hatten, hieß es weiter.</P><P>Der Kaiser sei selbst ein Wissenschaftler und habe die Nachricht vom Krebsbefund ruhig aufgenommen, sagte sein Chefarzt Kanazawa vor der Presse. Regierungschef Junichiro Koizumi sagte auf die Nachricht von der Erkrankung des Kaisers, er möge bitte auf sich Acht geben.</P>

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