Japans Kaiser Akihito "niedergedrückt"

- Tokio - Der japanische Kaiser Akihito leidet unter all den "Spekulationen" der vergangenen Monate um Probleme in seiner Familie. Die kürzlichen Äußerungen seines ältesten Sohnes, Kronprinz Naruhito (44), hätten einen "Wirbel an Diskussionen, einschließlich Spekulationen, die nicht auf den Tatsachen basieren, ausgelöst", teilte der Monarch in einer schriftlichen Erklärung anlässlich seines 71. Geburtstages an diesem Donnerstag (23.12.) mit.

Er bezog sich auf ungewöhnliche Worte seines Sohnes vom Mai, als dieser öffentlich erklärt hatte, es habe "Bestrebungen" am Hofe gegeben, die Karriere und Persönlichkeit seiner erkrankten Gemahlin, Kronprinzessin Masako (41), zu negieren.<BR><BR>An manchen Tagen hätten die dadurch in den Medien ausgelösten Spekulationen ihn "niedergedrückt", formulierte der Kaiser in einer schriftlichen Antwort auf Fragen von Hofreportern, die am Donnerstag vom Haushofamt veröffentlicht wurde. "Ich war sehr überrascht, da es das erste Mal war, dass auch ich das hörte", wurde der Kaiser in Bezug auf die Worte seines Sohnes weiter zitiert. Die Kommentare seines Sohnes seien von den Medien als etwas aufgefasst worden, das auf ihn und Kaiserin Michiko (70) "gerichtet" sei, sagte der Kaiser.<BR><BR>Beobachter glauben, dass der seit Jahren auf Masako lastende Druck, einen männlichen Thronfolger zu gebären, zu der Erkrankung der einst frischen und selbstbewussten Karriere-Diplomatin maßgeblich beigetragen hat. Ihr Mann hatte im Mai auch gesagt, seine Frau sei "völlig erschöpft" vom jahrelangen Versuch, sich der Kaiserfamilie anzupassen. Naruhito war für seine Äußerungen von seinem jüngeren Bruder Akishino öffentlich - was höchst ungewöhnlich ist - kritisiert worden. Er und sein Vater seien geschockt gewesen.<BR><BR>In jüngster Zeit gab es auch Gerüchte, wonach Masako und Naruhito wegen ihrer abweichenden Ansichten am Hofe und auch in der eigenen Familie isoliert seien. Obgleich es "schmerzhaft" gewesen sei, solchen unzutreffenden Spekulationen ausgesetzt zu sein, habe er entschieden, dass "wir als kaiserliche Familie in Bezug auf an uns gerichtete Kritik Rechtfertigungen vermeiden sollten, da dies fast alle Angelegenheiten innerhalb der Familie betrifft", sagte Akihito.<BR><BR>Er sei "tief besorgt", dass die Erholung von Kronprinzessin Masako nun schon ein Jahr andauere, wurde ihr Schwiegervater am Donnerstag weiter zitiert. Der Monarch sagte demnach auch: "Ich wäre glücklich, wenn der Kronprinz und die Kronprinzessin den verschiedenen Argumenten zuhörten und, nachdem entschieden ist, was sie gerne möchten, ihren eigenen Weg fürs Leben finden."

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