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Günther Jauch findet, die Aktion sei ein "ganz wunderbares Projekt".

75 Jahre Novemberpogrome

Jauch und Raabe putzen "Stolpersteine"

Berlin - Prominente wie der Moderator Günther Jauch (57) und der Sänger Max Raabe (50) haben mit einer besonderen Aktion der Opfer der Novemberpogrome vor 75 Jahren gedacht.

Sie putzten am Samstag in Berlin „Stolpersteine“ - das sind kleine, in den Boden eingelassene Messingplatten, die an Opfer des Nazi-Regimes erinnern. „Ein ganz wunderbares Projekt“, sagte Jauch über die kleinen Gedenktafeln. An der Putzaktion in Berlin-Schöneberg beteiligten sich auch Berlins Kulturstaatssekretär André Schmitz, die Zeitzeugin Margot Friedländer und der Liedermacher Klaus Hoffmann.

„Das ist das Gute an diesen Steinen: Egal, wer da vorbei kommt, egal, wann man da vorbei kommt, die sind immer da und künden immer vom jüdischen Leben in Deutschland und künden von dem großen Verbrechen, das damals verübt wurde“, sagte Jauch. Berlins Kulturstaatssekretär Andre Schmitz sagte, die „Stolpersteine“ erinnerten an Einzelschicksale und zeigten auch das Ausmaß der Verfolgung.

Die kleinen Tafeln liegen in mehr als 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Immer wieder beschmieren Unbekannte die Gedenkplatten. Jauch nannte dies beschämend. „Aber das Gute daran ist, es finden sich sofort immer Bürger, die sagen, wir bezahlen sofort die Erneuerung der Steine.“

In der Nacht zum 10. November 1938 hatten Nationalsozialisten einen Großteil der mehr als 1200 Synagogen und jüdischen Gebetshäuser in Deutschland zerstört sowie jüdische Einrichtungen und Geschäfte verwüstet. Mehr als 1300 Menschen wurden getötet.

dpa

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