Jazz-Saxofonist Johnny Griffin gestorben

Der als "schnellster Saxofonist der Welt" geltende Jazz-Musiker Johnny Griffin ist tot.

Im Alter von 80 Jahren starb er am Freitag in seinem Anwesen in einem Dorf bei Limoges im Westen Frankreichs, wie französische Medien unter Berufung auf Griffins Agentur berichteten. Er hatte noch am selben Abend gemeinsam mit amerikanischen und französischen Musikern ein Konzert geben wollen. Zuletzt war er einem Bericht der "New York Times" zufolge am vergangenen Montag in Hyres aufgetreten. Woran der aus Chicago stammende Musiker starb, wurde nicht bekannt. Griffin trat mit Jazz-Sängerinnen wie Ella Fitzgerald auf und spielte in der Band von Lionel Hampton.

Am 24. April 1928 in Chicago geboren lernte Griffin bereits mit 12 Jahren Saxofon spielen und hatte mit 14 seine ersten Auftritte. Als 18-Jähriger ging er nach New York, um dort in Lionel Hamptons Big Band zu spielen. Sein Tempo sowie seine Fingerfertigkeit und spielerische Genauigkeit brachten ihm auch den Spitznamen "the little giant" ein. Griffin verbrachte den größten Teil seiner Karriere in Europa. Anfang der 60er Jahre hatte er die USA verlassen, weil er glaubte, dass der amerikanische Musikmarkt keinen Platz für seinen Free Jazz biete, schreibt die "New York Times". Griffin blieb seinem Stil dennoch zeitlebens treu und galt nach seinem Weggang aus den USA weltweit als gefeierter Jazz-Veteran.

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