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Jennifer Hudson hat für ihr Debütalbum ihren ersten Grammy gewonnen. (Archivbild)

Verleihung der US-Musikpreise

Jennifer Hudson überwältigt von Grammy

Los Angeles - Die Abräumer der Grammy-Verleihung waren Led-Zeppelin-Sänger Plant und Country-Star Alison Krauss. Für den emotionalsten Moment des Abends sorgte aber die weinende Jennifer Hudson.

Wirbel gab es um Rihanna: Sie soll von Freund Brown geschlagen worden sein. Der frühere Hard-Rocker Robert Plantvon Led Zeppelin und die amerikanische Bluegrass-Queen Alison Krauss haben für ihre ungewöhnliche Zusammenarbeit fünf Grammys eingeheimst. "Raising Sand", die hochgelobte Platte der beiden, wurde in der Nacht zum Montag in Los Angeles in der Königskategorie zum Album des Jahres gekürt. Ihr Song "Please Read The Letter" bekam die Auszeichnung als beste Single des Jahres.

Für die bewegendsten Momente des Abends sorgte US-Sängerin und Oscar-Preisträgerin Jennifer Hudson, deren Mutter, Bruder und kleiner Neffe vor drei Monaten ermordet worden waren. Die 27-Jährige nahm ihren ersten Grammy für das nach ihr benannte Debütalbum unter Tränen von der ebenfalls vom Schicksal gebeutelten schwarzen Sängerin Whitney Houstonentgegen.

Fotostrecke: Die Grammy-Preisträger

Die Grammy-Preisträger

"Ich möchte zuerst Gott danken, der mir durch das durchgeholfen hat", sagte Hudson mit brechender Stimme. "Ich danke meiner Familie im Himmel und meiner Familie, die heute hier bei mir ist." Im Anschluss sang sie sicher, aber bewegt ihr Lied "You Pulled Me Through" und brach in Tränen aus, als die Zuschauer ihr im Stehen lange Applaus spendeten.

Für Rätselraten sorgten R&B-Sänger Chris Brown und seine Freundin Rihanna: Beide hatten kurz vor Beginn der Gala-Show überraschend ihren geplanten Auftritt abgesagt. Brown sollte Medienberichten zufolge vorübergehend in Polizeigewahrsam sein, nachdem es in seinem Auto zu einem handgreiflichen Streit mit einer Frau gekommen war. Die Polizei in Los Angeles setzte ihn gegen eine Kaution von 50.000 Dollar wieder auf freien Fuß. Ob es sich bei der Frau um Rihanna handelt, blieb zunächst unklar. Brown war den Angaben zufolge in der Nacht auf Sonntag im Auto mit seiner Beifahrerin in Streit geraten. "Nachdem er seinen Wagen anhielt, stiegen Brown und die Frau aus, ihr Streit eskalierte", hieß es in einer Erklärung der Polizei. "Die Frau erlitt sichtbare Verletzungen und identifizierte Brown als ihren Angreifer." Den Namen des Opfers gaben die Beamten nicht bekannt.
Zuvor war Brown allerdings gemeinsam mit Rihanna auf einer Party gesehen worden.

US-Rapper Lil Wayne, der mit acht Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangen war, gewann vier der begehrten Preise, unter anderem die Auszeichnung als bestes Rap-Album für seine Platte "Tha Carter III". Die britische Popband Coldplay, mit sieben Nominierungen zum Start an zweiter Stelle, holte sich dreimal den Zuschlag. "So viele Grammys an einem Tag hatten wir noch nie", sagte Leadsänger Chris Martin.

Für die Fans der Jonas Brothers gab es eine Enttäuschung: Die amerikanische Teenie-Sensation konnte sich in der Kategorie beste Nachwuchskünstler nicht durchsetzen. Hier siegte die britische Soulsängerin Adele (20), die auch für ihren Song "Chasing Pavements" eine Statue bekam. Jeweils zwei Grammys gingen ebenfalls an den US-Sänger und Gitarristen John Mayer, den schwarzen Sänger und Prediger Al Green, Rapper Kanye West und die Countryband Sugarland.

Die Grammys sind die wichtigsten amerikanischen Musikpreise. Sie werden vom Verband der US-Musikindustrie in insgesamt 110 Kategorien für Klassik und Pop verliehen.

dpa

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