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Jennifer Lawrence ist wegen der veröffentlichten Fotos mehr als empört.

"Das ist ein Sexualverbrechen"

Lawrence vergleicht Intimfoto-Klau mit Missbrauch

New York - Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence hat die Veröffentlichung gestohlener Nacktfotos von ihr als sexuellen Missbrauch bezeichnet.

Die Hacker-Angriffe, bei denen kürzlich Nacktfotos von Prominenten ins Internet gestellt wurden, sind nach Einschätzung von US-Schauspielerin Jennifer Lawrence "Sexualverbrechen". "Nur weil ich eine öffentliche Person bin, nur weil ich eine Schauspielerin bin, heißt das nicht, dass ich darum gebeten habe", sagte die Schauspielerin laut vorab veröffentlichten Auszügen eines Interviews mit dem Magazin "Vanity Fair". "Das ist kein Skandal. Das ist ein Sexualverbrechen", sagte die 24-Jährige. "Das ist sexueller Missbrauch. Das ist widerlich."

Lawrence ist eine der prominenten Frauen, die Ende August ins Visier von Hackern geraten war. Diese hatten sich Zugriff zum Online-Speicherdienst iCloud von Apple verschafft und dort privat gespeicherte Nacktfotos von Stars ins Internet gestellt. Auch die Popstars Rihanna und Avril Lavigne und TV-Star Kim Kardashian zählten zu den Opfern. Mehr als ein dutzend Betroffene drohten inzwischen dem Suchmaschinenbetreiber Google mit einer Millionenklage, weil die Fotos über den Google-Suchdienst über einen längeren Zeitraum auffindbar waren.

"Es ist mein Körper, und ich sollte selbst darüber entscheiden dürfen, und die Tatsache, dass ich das nicht getan habe, ist absolut widerlich", sagte Lawrence der "Vanity Fair"-Novemberausgabe, die ab Mittwoch online ist. Ich kann nicht glauben, dass wir in so einer Welt leben." Lawrence kritisierte auch die Webseiten, auf denen die Bilder zu sehen waren. Ihr fehle "jedes Verständnis", sagte Lawrence. "Ich kann mir nicht vorstellen, wie man so unmenschlich sein kann."

Die Schauspielerin äußerte sich in dem Interview erstmals öffentlich zu dem Fall. Nach dem Bekanntwerden des Hacker-Angriffs hatte sie nach eigenen Angaben an einer Stellungnahme gearbeitet, doch diese verworfen: "Alles, was ich versuchte zu schreiben, brachte mich noch mehr zum Weinen oder machte mich wütender."

Lawrence, die unter anderem in "Die Tribute von Panem" mitspielte, hatte die Nacktfotos nach eigenen Angaben während einer Fernbeziehung an ihren damaligen Freund geschickt. "Es war eine liebevolle, gesunde, großartige Beziehung über vier Jahre. Es war eine Fernbeziehung. Entweder dein Freund sieht sich Pornos an oder dich."

AFP

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