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Jennifer Lopez und ihr Ex-Freund Casper: Sie zeigen sich wieder zusammen - haben aber keine Beziehung.

Auftritt mit Ex Casper

Jennifer Lopez: Liebe ohne Beziehung

Los Angeles - Eigentlich hatte sich Jennifer Lopez von ihrem Freund Casper Smart getrennt. Doch jetzt sah man die beiden wieder zusammen auf dem roten Teppich. Eine Neuauflage der Beziehung? Die Sängerin streitet alles ab: "Ich bin Single".

Liebe? Ja! Boyfriend? Nein Danke! Das ist Jennifer Lopez’ Lebensphilosophie. Jedenfalls im Moment. Dass man sie nach der Trennung von Casper Smart bei Events wieder an seiner Seite sah, hat nichts zu bedeuten: “Ich bin Single.”

Für wie lange?

Jennifer Lopez: Das kommt darauf an, wem ich draußen auf dem Flur begegne.

Sie scherzen.

Jennifer Lopez (lacht): Ja. Ich bin von einer Beziehung in die andere gegangen. Und ich habe mich nicht gescheut, darüber zu reden. Weil ich mich nicht schäme – weder der Wege, die ich eingeschlagen habe noch der Lektionen, die ich dabei gelernt habe. Ich bin wer ich bin. Ich bin auch nur ein Mensch. Im Moment ist es ein gutes Gefühl, auf mich allein gestellt zu sein. Ich liebe meine “Zeit mit Jennifer”. Die habe ich schon lange nicht mehr gehabt.

Versuchen Freunde, Sie zu verkuppeln?

Jennifer Lopez: Andauernd. Aber im Moment habe ich keinen Kopf dafür.

Was müsste ein Mann den mitbringen, um dauerhaft eine Chance bei Ihnen zu haben?

Jennifer Lopez: Das Wichtigste ist, dass er nicht nur gut genug für mich, sondern auch für meine Kinder ist. Ich glaube noch immer an die Liebe, aber im Moment bin ich wirklich happy, allein zu sein.

Wie wichtig ist Ihnen Familie?

Jennifer Lopez: Sie bedeutet Liebe und Akzeptanz für mich. Nur in meiner Familie kann ich 100 Prozent ich selbst sein. Glücklich, traurig, schlecht gelaunt – ohne dass ich befürchten muss, dafür verurteilt zu werden. Ich weiß, dass ich geliebt werde, egal was passiert. Und dieses Gefühl versuche ich, auch meinen Kids zu vermitteln.

Als alleinerziehende Mutter hat man es nicht leichter im Leben…

Jennifer Lopez: Jede Frau im meiner Situation kann bestätigen, wie hart es oft ist. Man braucht nicht nur zwei Leute, um ein Baby zu machen. Man braucht auch zwei, um das Baby groß zu ziehen. Es braucht dieses Yin und Yang, beide Elternteile. Als alleinerziehende Mutter musst du beide Rollen übernehmen. Und es gibt immer wieder Momente, wo man gerne die zweite Meinung hätte, wie man in bestimmten Situationen am besten entscheidet.

Reden Sie mit den Kindern über ihren Vater Marc Anthony?

Jennifer Lopez: Das ist ein sehr persönliches Thema. Ich versuche alles, den Kids klar zu machen, dass ein Daddy nicht da sein muss, um sie zu lieben. Ich sag ihnen “mein Daddy ist auch nicht hier, aber ich weiß, wie sehr er mich liebt”. Eines wissen meine Zwillinge mit absoluter Sicherheit - dass sie für ihre Mama alles bedeuten. Max und Emme sind zwei sehr glücklichen, gesunde Kids.

Wie sieht der Tagesablauf von Mama Jennifer aus?

Jennifer Lopez: Um 6 oder 7 Uhr kommen die Kids rein und kuscheln mit mir noch ein bisschen im Bett. Dann machen sie sich meistens selbst Frühstück. Ich stelle inzwischen sicher, dass sie alles für die Schule haben. Danach leg ich mich meistens noch mal eine Stunde hin, ehe ich E-Mails lese und Telefonate mache. Dann steht Haar und Makeup an, ehe ich meine lange Liste von Terminen, Besorgungen, Arztbesuchen und was auch immer abarbeite. Wichtig ist, dass ich gegen 18 Uhr wieder zu Hause bin und mit den Kindern Abendbrot essen kann. Gegen 20 Uhr bringe ich sie dann ins Bett und arbeite dann noch ein wenig weiter, bis mir die Augen zufallen.

Kein Wunder. Sie tanzen auf allen Hochzeiten. Schauspielerin, Sängerin, Designerin, Realityshow-Juror. Wie kriegt man das alles unter einen Hut?

Jennifer Lopez: Ich muss Prioritäten setzen. Oft gibt nicht genug Stunden in einem Tag. Deshalb muss ich so einiges delegieren.

Warum treten Sie nicht beruflich kürzer?

Jennifer Lopez: Es gibt da schon Momente, in denen ich kurz davor bin. Aber ich liebe alle meine Jobs. Und ich werde ständig dazu inspiriert, immer noch neue Dinge zu probieren. Ich habe zum Beispiel ein Tagebuch über meine erste Tournee geführt. Das verarbeite ich nun zu einem Buch, das bald herauskommt.

Gab es denn genug spannende Dinge während der Tour?

Jennifer Lopez: Das können Sie aber glauben. Überlegen Sie doch mal, in welcher Situation ich mich befand. Ich hatte grade eine Scheidung durchgemacht und musste mich als alleinerziehende Mutter durchschlagen. Und dann habe ich mich nach zehn Jahren im Musikgeschäft entschieden, zum ersten Mal überhaupt zu touren. Es war crazy. Aber diese neuen Erfahrungen und wie ich damit umgegangen bin, das hat mein Leben verändert. Und das versuche ich in meinem Buch zu beschreiben.

Sie sind seit Neustem auch noch Produzentin einer TV-Serie mit einem lesbisches Paar, das einen Haufen von Adoptiv- und Pflegekindern groß zieht.

Jennifer Lopez: Das Thema hat mich persönlich sehr angesprochen. Meine Tante Mercer Rodriguez, die ältere Schwester meiner Mutter, war lesbisch. Ich hatte eine sehr enge Beziehung zu ihr und habe miterlebt, wie sehr sie oft glitten hat. Ihre Homosexualität hat ihr sehr zu schaffen gemacht, weil es viele um sie herum als Sünde und Schande angesehen haben. Sie ist leider viel zu früh an Krebs gestorben. Mit dieser Show will ich sie ehren.

Wenn eines ihrer Kinder sich als homosexuell outen würde, wie würden Sie reagieren?

Jennifer Lopez: Natürlich hätte ich kein Problem damit. Ich würde es akzeptieren und mein Kind genau so lieben wie vorher. Ehrlicherweise mag ich gar nicht daran denken, dass sich meine Kinder eines Tages überhaupt verlieben werden. Wenn mein Sohn mit 14 seine erste Freundin mitbringt… ahhhhh. Mir wird jetzt schon Angst und Bange. Als Mutter versuchst du ja instinktiv, deine Kinder davor zu schützen, dass ihnen weh getan wird. Manchmal ist man machtlos.

Sie hatten vor ein paar Wochen einen Autounfall, als ihnen ein Betrunkener hinten rein gefahren ist.

Jennifer Lopez: Gottseidank ist das glimpflich verlaufen. Meine Kids saßen auf dem Rücksitz. Aber sie waren angeschnallt und haben sich nur erschrocken. Nur mein Auto hat Schaden davon getragen. Es war nagelneu. Quasi das erste Mal, dass ich damit unterwegs war.

Was genau ist eigentlich passiert?

Jennifer Lopez: Wir wollten zu einem Restaurant in Malibu und ich habe abgebremst, weil ich auf den Parkplatz einbiegen wollte. Das hat es plötzlich gekracht. Ich dachte erst, ein Felsen ist auf unser Auto gefallen, so hat es geschüttelt. Ich bin ausgestiegen und habe den Typen angebrüllt. Ich war so wütend, weil den Kids etwas hätte passieren können. Ich habe mich erst beruhigt, als meine in Tränen ausgebrochen ist. Dann sind die Cops gekommen und haben den Mann festgenommen.

Schlagzeilen macht auch ihr neues Musik-Video, in dem Sie sich von ihrer – in Anführungsstrichen - Schokoladenseite zeigen. Es gab einige kritisches Stimmen.

Jennifer Lopez (verdreht die Augen): Jajaja. Scheinbar dürfen Mütter nicht mehr sexy sein. Und Gott behüte, dass wir Frauen in unseren 40ern sind und unsere Sexualität ausdrücken. Was soll das? Der Song heißt “Big Booty!”. Und da ich ja nun mal einen großen Hintern (die Übersetzung des Titels) habe, halte ich den natürlich in die Kamera. Sonst wäre es ja nicht sehr authentisch.

Sie wirken stets selbstsicher. Gibt es auch Momente, in denen Sie an sich zweifeln?

Jennifer Lopez: Meine Güte, jeder hat harte Phasen in seinem Leben. Phasen, in denen man kämpfen muss und auch mal verzweifelt. Wichtig ist, dass man sich nicht unterkriegen lässt und immer an sich glaubt.

Sindermann

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