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Edith Welser-Ude, Frau des Münchner Oberbügermeisters, feierte ihren 70. Geburtstag. (Archivbild)

Edith von Welser-Ude feiert 70. Geburtstag

"Jetzt geht es mir nur unglaublich gut !"

München - "Wochenlang hat es mir vor diesem Tag gegraust", gab die Jubilarin zu, als sie nach Stunden voller Huldigungen die Bühne betrat. "Und jetzt geht es mir nur unglaublich gut!" Edith von Welser-Ude hatte zu ihrem Siebzigsten am Montag "ausschließlich Leute eingeladen, die ich mag".

Die First Lady Münchens mag viele, und ihre Zuneigung wurde an diesem Abend im Augustiner mindestens zweihundertfach zurückgegeben, mit herzlichen Gratulationen, in Wort und Bild, in Sketchen und mit Gesang. Wer einen Hobbykabarettisten wie Christian Ude zum Mann hat, der als OB auch noch über ein Double - nämlich einen weiteren Kabarettisten Uli Bauer - verfügt, wer mehrmals im Jahr über 50 Frauen zum Frühstück in den Keller bittet, wer sich seit Jahrzehnten für kulturelle Themen engagiert, darf schon mit ein bisschen mehr als "Hoch soll sie leben" rechnen.

Durchs Programm, organisiert von Tochter Susanne Jell, führte Tochter Diana von Welser-Schröder. Die zwei erinnerten sich an ihre Jugend im Sechs-Kinder-Haushalt, "als Mami ihre Nächte bei einem schlaksigen jungen Mann verbrachte" und sie sich eine konservativere Mutter gewünscht hätten. Das ist heute nicht mehr so, und auch Christian Ude ist nicht mehr ganz so schlaksig. Er schilderte zum Gaudium des Publikums Anekdötchen aus der Zeit des gschlamperten Verhältnisses und pries die "erotische Ausstrahlung und die frivole Einstellung" seiner späteren Frau. Ihm zuvor kam allerdings sein Doppelgänger Uli Bauer, der Edith mit einer Cover-Version von "Only You" anschmachtete.

TV-Moderatorin Maria von Welser referierte die Entstehungsgeschichte der "Ratz-Fatz"-Frühstücksweiber, die ziemlich vollzählig im Saale saßen. Die zwei "ein- und wieder ausgeheirateten" von Welsers hatten, angeödet von einer männerdominierten Unicef-Besprechung, vor Jahren den Plan geschmiedet, entscheidungsfreudige, kreative Frauen zu einem Treffen zusammenzurufen. Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler hatte den fast schon göttlichen Auftrag, das rot gebundene "Poesie-Album", die "Votivgabe" der Damen. zu überreichen: "Es ist so etwas wie das zweite Buch der Bücher."

Komödiantisch würdigten Maria Peschek und Luise Kinseher die Jubilarin, Jazz-Sängerin Jenny Evans widmete die Melodie "Ich brauche keine Millionen" in "Edith’s Song" um, André Hartmann bot stimmlich ein halbes Dutzend berühmter Gratulanten auf - und Entertainer Ron Williams ließ sich von seinen Kindern Ariane Roth und Julian Williams gesanglich unterstützen.

Unter anderem gratulierten dem Geburtstagskind: die Gastronomen Anneliese und Hermann Haberl, Willi Heide senior, Doris und Roland Kuffler, Gerd Käfer und Uschi Ackermann, die Schauspielerinnen Michaela May und Margot Hielscher, Autorin Asta Scheib, Tanzlegende Konstanze Vernon, Bürgermeister Christine Strobl und Hep Monatzeder, Stadträtin Barbara Scheuble-Schaefer, Koch Alfons Schuhbeck sowie Modedesignerin Susanne Wiebe.

Barbara Wimmer

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