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Egon L. Frauenberger ist tot.

Jodellieder-Produzent Frauenberger tot

München - Egon L. Frauenberger, erfolgreicher Textdichter von Jodelliedern, ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Das teilte die Autorengesellschaft für Werke der Musik, Gema, am Mittwoch in München mit.

Frauenberger wurde 1931 in München geboren und hat in seiner Karriere etliche Jodler der Welt gedichtet und produziert. Am Dienstag sei er einer kurzen schweren Krankheit erlegen. Er hinterlässt seine Frau und zwei Töchter.

Frauenberger hatte laut Gema unter anderem Schauspiel, Dramaturgie und Regie studiert und war als Fachverkäufer für Tonträger und Vertriebsleiter tätig, später auch als Journalist und Moderator. Mehrere tausend Musikproduktionen gehen auf sein Konto, darunter auch für Udo Jürgens. Bekannt war Frauenberger unter anderem als Erfinder der Partyplatten-Serie “Hits a gogo“. Seit 2000 gehörte der Dichter dem Aufsichtsrat der Gema an, zuletzt als stellvertretendes Mitglied.

Für Aufsehen hatte Frauenberger jüngst in einem Prozess gesorgt, in dem sich das Landgericht München I mit dem rund 60 Jahre alten Kufsteinlied und der Jodeleinlage beschäftigen musste. Im Juli hatten die Erben des 1988 gestorbenen Autors Karl Ganzer vor dem Gericht um die Urheberrechte gestritten.

Sie wehrten sich gegen den Musikproduzenten Frauenberger, der sagte, er habe in den 60er Jahren die Jodeleinlage bearbeitet. Dem Urteil zufolge gilt der Vater von Helmut und Margit Ganzer wieder als alleiniger Textdichter und Komponist des Lieds, in dem die österreichische Stadt Kufstein als “Perle Tirols“ besungen wird.

Frauenberger hatte behauptet, er habe das “Holla-rä-di-ri, di-ri, di-ri“ komponiert, mit dem das Kufsteiner Lied erst weltweit berühmt geworden sei.

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