Jörg Immendorff: Elf Monate Haft auf Bewährung

- Düsseldorf - Der schwer kranke Maler Jörg Immendorff ist am Mittwoch vom Düsseldorfer Landgericht wegen Kokainbesitzes zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

<P>Immendorff war vor einem Jahr mit neun Prostituierten und Kokain in der Suite eines Düsseldorfer Luxushotels von Polizisten bei einer Sex- und Drogenorgie überrascht worden. Er hatte sofort ein Geständnis abgelegt. Immendorff leidet an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose).</P><P>Die Staatsanwaltschaft hatte elf Monate Haft auf Bewährung und 150 000 Euro Geldbuße für den 59-Jährigen gefordert. Sie sah nur einen minder schweren Fall von Drogenbesitz. Immendorffs Verteidiger hatte eine Strafe von "deutlich unter einem Jahr" beantragt.</P><P>Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium muss nun dienstrechtlich prüfen, ob der suspendierte Kunstprofessor seinen Lehrstuhl und seine Beamtenrechte behält oder aus dem Dienst entfernt wird.</P><P>Nach Ansicht eines Gutachters ist der renommierte Maler nicht kokainabhängig. Der todkranke Immendorff habe mit dem Kokain eine Art "antidepressive Selbstbehandlung" betrieben, sagte der vom Gericht bestellte Psychiater am Mittwoch.</P>

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