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John Cleese freute sich über die Rose d'Or.

"Tatortreiniger" geht leer aus

John Cleese erhält "Goldene Rose" für sein Lebenswerk

Berlin - Ex-"Monty Python"-Mitglied John Cleese hat die Goldene Rose für sein Lebenswerk erhalten - etwas verfrüht, wie er findet. Der "Tatortreiniger" bekam die begehrte Auszeichnung hingegen nicht.

Der britische Schauspieler John Cleese ist für sein Lebenswerk in Berlin mit dem Medienpreis Goldene Rose ausgezeichnet worden. Er freue sich darüber, da er bisher nicht viele Auszeichnungen erhalten habe. „Komödien sind nicht so respektiert wie Dramen. Charlie Chaplin hat nie einen Oscar bekommen“, sagte der 76-Jährige am Dienstagabend. 

Zwar habe er „keine Ahnung“, was die Goldene Rose genau bedeute, aber er nehme den Preis gerne an, weil er so seiner „vierten und endgültigen“ Ehefrau Jennifer Wade Berlin zeigen könne - „und es werden alle Ausgaben übernommen“. Auf die Reporterfrage, ob die Auszeichnung nicht etwas verfrüht komme, antwortete der 76-Jährige: „Das habe ich mir auch gedacht!“ „Ich hoffe, ich lebe noch ein bisschen, also vielleicht bekomme ich ja irgendwann eine zweite Auszeichnung für das Lebenswerk.“ 

Promis als Namensgeber für Tiere und Pflanzen

Cleese war in den 1970er Jahren mit der Komikertruppe Monty Python weltweit berühmt geworden, hatte später Filme wie „Ein Fisch namens Wanda“ und „Wilde Kreaturen“ gedreht. Auch in den Harry-Potter- und James-Bond-Filmen übernahm er Rollen.

BBC räumt ab

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) verlieh die Preise am Dienstagabend bei einer festlichen Gala am Pariser Platz in Berlin. Ausgezeichnet wurden unter anderem die Produktion des Eurovision Song Contest 2016 (Sender SVT, Schweden) und die Game-Show „Pick Me!“ von ITV aus Großbritannien. Die „Raised by Wolves“-Sitcom (Produktionsfirma Big Talk, Großbritannien) erhielt ebenfalls eine Goldene Rose. 

Die britische BBC war sogar mehrfach erfolgreich: mit der Drama-Serie „River“, der Promi-Sendung „The Real Marigold Hotel“ und der Comedy „Inside No. 9“. Außerdem wurden vier Radiosendungen der BBC und eine des irischen Senders RTE ausgezeichnet.

Deutsche Nominierten gehen leer aus

Die beiden nominierten deutschen Fernsehsendungen gingen leer aus. Im Bereich „Entertainment“ war der Sat.1-Krimi „Mordkommission Berlin 1“ nominiert gewesen, in der Kategorie „Comedy“ eine Folge aus der NDR-Reihe „Der Tatortreiniger“.

Mehr als 400 Programme von 130 Sendern aus 33 Ländern waren eingereicht worden. Insgesamt wurde in elf Kategorien eine Goldene Rose verliehen. Der Medienpreis, früher als die „Goldene Rose von Montreux“ bekannt, hat mehrfach den Veranstalter und den Standort gewechselt.

dpa

Besonders albern: Monty Python noch einmal live

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