Grenfell-Tower: Brandursache steht jetzt fest

Grenfell-Tower: Brandursache steht jetzt fest
+
In seiner neuesten Rolle spielt John Travolta den Verteidiger von O.J. Simpson.

Hollywood-Star im Interview

John Travolta: Das ist sein Erfolgsrezept

Los Angeles - Disco-King, Killer, Anwalt: John Travolta ist in über 40 Jahren in die verschiedensten Rollen geschlüpft. Im Interview verrät er sein Erfolgsrezept und erzählt von einem gefährlichen Erlebnis über den Wolken.

Als er vor 40 Jahren als Tony Manero vor der Kamera stand, da ahnte John Travolta nicht, dass seine Rolle ihn krönen würde. Zum Disco-King. Inzwischen ist er 62, aber er bewegt sich immer noch so geschmeidig wie in „Saturday Night Fever“-Zeiten. Und er tanzt auch auf ebenso vielen Hochzeiten wie damals. Er hat grade drei Kinofilme abgedreht und spielt in der neuen Serie über den O.J. Simpson-Mordprozess den „Dreamteam“-Verteidiger Robert Shapiro.

Glauben Sie, dass O.J. damals schuldig war?

JT: Das ist eine schwierige Frage. Aus meiner Sicht gab es schon sehr viele Beweise, die dafür sprachen. Aber am Ende geht es überhaupt nicht darum, was ich denke. Wussten Sie, dass sogar O.J.s Anwälte geglaubt haben, dass ihr Mandant höchstwahrscheinlich die Morde begangen hat? Dennoch haben sie versucht, ihren Job nach bestem Gewissen zu erledigen.

Haben Sie persönlich Erfahrungen mit Anwälten?

JT: Ich fürchte, mehr als mit Leuten aus allen anderen Branchen (lacht). Auch beruflich. Ich habe ja auch schon 1998 einen Anwalt in „Zivilprozess“ gespielt und mich damals sehr genau in einer Kanzlei auf die Rolle vorbereitet. Ich kann von mir behaupten, dass ich weiß, wie Juristen ticken.

Könnten Sie auch juristischen Rat geben?

JT: Ich denke schon. Ich hab ja wirklich Erfahrung. Meine Anwälte sagen mir immer wieder, dass ich locker das Zeug dazu habe, einer von ihnen zu sein.

Sie haben das letzte Mal in den 70er-Jahren in „Welcome Back, Kotter“ in einer Fernsehserie mitgespielt…

JT:…weshalb ich mir es lange überlegt habe, bei der O.J.-Serie zuzusagen. Ich hatte zwar schon vor, mal wieder Fernsehen zu machen, doch der Part sollte dann wirklich stimmen. Als mir die Produzenten das Konzept der ersten zehn Folgen geschickt haben, wusste ich: Das ist das Richtige!

Seit den Disco-Zeiten haben Sie sich nicht sehr verändert. Wie bleiben Sie so jugendlich fit?

JT: Ich versuche sehr bewusst und gesund zu leben. Ich treibe regelmäßig Sport und achte darauf, gut zu essen. Natürlich ist das Leben als Promi mit Stress verbunden, aber den baue ich mit Hilfe meiner Religion ab.

Wie sehr hat sich Hollywood seit „Saturday Night Fever“ verändert?

JT: Es ist eine ganze andere Branche geworden. Damals gab es vielleicht sechs oder sieben von uns – Richard Gere, ich und ein paar andere – die eigentlich alle Rollen bekommen haben. Heute hat sich das Business in viele verschiedene Sparten ausgeweitet und Hunderte von Schauspielern habe die Chance auf Rollen. Was natürlich gut ist. Insgesamt muss ich aber sagen, dass es früher viel einfacher war, berühmt zu sein.

Wieso das?

JT: Weil wir heute in Zeiten von Big Brother leben. In den 70ern konntest du noch Privatssphähre genießen. Heute wird jeder Schritt von dir filmisch dokumentiert, falsch interpretiert, überbewertet, unterbewertet oder irgendwie verfälscht. Promis wollen am liebsten gar nicht mehr aus dem Haus gehen, weil man sich absolut perfekt benehmen muss. Jede Kleinigkeit, sogar wenn man sich mal in der Nase popelt, wird aufgezeichnet und taucht sofort im Internet auf. Echt stressig.

Welchen Rat würden Sie jungen Kollegen geben, wenn es darum geht, lange in Hollywood erfolgreich zu bleiben?

JT: Ich glaube, der beste Tipp ist, seine eigene Identität zu wahren. Man darf es niemals zulassen, dass man zu etwas gemacht wird, was man nicht ist. Das braucht natürlich Bodenhaftung und Stärke.

Woher haben Sie die?

JT: Die habe ich eindeutig meinen Eltern zu verdanken. Sie haben mir schon als Kind freie Entfaltung gewährt und mich darin unterstützt, mich selbst zu verwirklichen. Ich wusste früh, wer ich bin und was ich wollte. Und als ich dann noch ein größeres Konzept des Lebens suchte, da habe ich Scientology gefunden. Als Scientologe ist meine Selbstverwirklichung auf dem nächsten Level gelandet.

Außer der Schauspielerei ist Fliegen Ihre große Leidenschaft. Woher kommt die?

JT: Ich habe als Kind in New Jersey in der Flugschneise des La Guardia Airports gewohnt. Alle zehn Minuten ist eine Maschine über unser Haus gedüst. Mein Vater hat mich als kleines Kind immer mit zum Flughafen genommen und wir haben stundenlang Flugzeugen beim Starten und Landen zugeschaut. Ich habe mir damals geschworen: Ich werde Pilot. Und diesen Traum habe ich mir dann verwirklicht.

Wie viele Flugzeuge besitzen Sie eigentlich?

JT: So einige (grinst). Ich habe bereits über 9000 Flugstunden hinterm Steuerknüppel absolviert und darf Boeing 747, Boeing 707 sowie sieben verschiedene Privatjets fliegen.

Gab es in all den Jahren auch mal eine brenzlige Situation in der Luft?

JT: Ja. Vor ein paar Jahren ist bei meiner Gulfstream über dem Bundesstaat Washington die Elektronik ausgefallen. Meine Familie war mit an Bord. Ich bin stolz darauf, dass ich es dank meines Trainings geschafft habe, sicher zu landen. Andere wären aus dieser Lage nicht heil heraus gekommen.

Lady Gaga hat in einem Interview geschwärmt, dass Sie sie am Set Ihrer Serie "American Horror" besucht haben. Wie kam das?

JT: Sie dreht genau nebenan von meinem O.J.-Set und ich hatte gehört, dass sie ein Fan vor mir ist. Deshalb bin ich einfach mal vorbei gegangen und sie stand dann plötzlich vor mir – halbnackt und mit Blut besudelt (lacht). Sie war mitten in einer Szene.

Worüber haben Sie sich denn unterhalten?

JT: Über Barbra Streisand.

Wie kam das?

JT: Barbra ist eine enge Freundin von mir und ein Riesenfan von Lady Gaga. Das habe ich ihr erzählt. Gaga war völlig aus dem Häuschen und hat mir verraten, dass Barbra ihre größte Inspiration sei. Da habe ich spontan ein Dinner organisiert. Im Hause Streisand. Das Essen und den Küchenchef habe ich gestellt. Es war ein magischer Abend.

D. Sindermann

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Johnny Depp macht Witze über Mordanschlag auf Trump
Hollywood-Star Johnny Depp hat einen schrägen Witz über den US-Präsidenten Donald Trump gemacht. Hat der Schauspieler über das Ziel hinaus geschossen? 
Johnny Depp macht Witze über Mordanschlag auf Trump
„Crocodile Hunter“ erhält  posthum Hollywood-Stern
Der 2006 gestorbene Dokumentarfilmer „Crocodile Hunter“ Steve Irwin wird nachträglich mit einem Stern in Hollywood verewigt.
„Crocodile Hunter“ erhält  posthum Hollywood-Stern
Heimatgefühl im Winter, Fernweh im Sommer: Wohndeko-Trends
Auf Wohnmessen ist heute schon das zu sehen, was in einigen Monaten oder in einem Jahr im Trend liegen wird. Auf der Tendence geht es daher schon um den nächsten Sommer …
Heimatgefühl im Winter, Fernweh im Sommer: Wohndeko-Trends
Offenlegung: Muss Boris Becker jetzt die Hosen runter lassen?
Boris Becker soll pleite sein, ein Gericht in London erklärte ihn für bankrott. Ob das wirklich stimmt, muss die Tennis-Legende nun selbst erklären.
Offenlegung: Muss Boris Becker jetzt die Hosen runter lassen?

Kommentare