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Johnny Depp als Donald Trump? Schwer vorstellbar, aber wahr. 

"The Art Of The Deal: The Movie“

Böse Satire: Johnny Depp spielt Donald Trump

Los Angeles - Donald Trump, derzeit erfolgreicher Bewerber der Republikaner im Rennen um das Weiße Haus, kommt jetzt auch zu Ehren in Hollywood - allerdings ungewollt.

Die blonde Matte bestens geföhnt, dröhnend und opulent spielt niemand anders als Johnny Depp den großspurigen rechtspopulistischen New Yorker Milliardär in einem 50-minütigen Internetvideo. Die Webseite „Funny or die“ stellte den Film am Mittwoch ins Netz. Er heißt „Donald Trump's The Art Of The Deal: The Movie“. Benannt ist er nach Trumps Bestseller, in dem der Immobilienmogul seine „Kunst des Abschlusses“ darlegt.

Der aufwändig produzierte Film spielt in den 80er Jahren und tut so, als handele es sich um ein jetzt erst wieder aufgetauchtes Original. Drehbuchschreiber, Regisseur, Produzent und Komponist sei Donald J. Trump.  In Wahrheit führte Jeremy Konner bei der Satire Regie.

So wird Trump durch den Kakao gezogen

Depp gibt seinen Trump laut, markant und triefend vor Selbstbewusstsein. „Funny Or Die“ erklärt in gespieltem Ernst: „Donald Trump hat es einfach drauf. Geld, Macht, Respekt und eine osteuropäische Braut. Aber sein Erfolg kommt nicht aus dem Nichts.“ Anhand des Films könne man nun die Kunst der Verhandlung und des Immobiliengeschäfts lernen.

In dem Film sagt Depp/Trump, mit zehn Jahren habe er ein Foto gesehen, das sein "Leben verändert" habe - das Bild eines Kindes vor dem berühmten Marmormonument Taj Mahal im indischen Agra. Da habe er sich geschworen, eines Tages selbst seinen eigenen Taj Mahal-Tempel zu besitzen. 30 Jahre später sei es so weit gewesen. Das Objekt habe "sogar noch mehr Klasse" gehabt, "denn es handelte sich um ein Casino an einem viel schöneren Ort als in Indien", nämlich im US-Bundesstaat New Jersey.

Später erklärt Depp alias Trump einem Kind, das ein Exemplar seines Buchs "The Art of the Deal" stahl, dass es sich dabei weltweit um das meistverkaufte Werk nach der Bibel handele. Die Heilige Schrift sei aber wohl von zwölf Personen verfasst worden, und ihre Lektüre sei "langweilig".

„Mit etwas Glück geht der Film Trump auf die Nerven“

Adam McKay, Mitgründer von „Funny Or Die“ und mit dem Film „The Big Short“ Anwärter auf einen Oscar, sagte der „New York Times“: „Mit etwas Glück geht der Film Trump auf die Nerven.“ Das Projekt sei monatelang erfolgreich geheimgehalten worden. Depp habe ein ganzes Team mitgebracht, um sich in diesen Charakter zu verwandeln - „und um dieses Haar zu stylen“.  Neben Depp spielen in dem Video weitere Stars wie Alfred Molina und Henry Winkler mit.

Trump gewann am Dienstag erstmals eine Vorwahl in einem US-Bundesstaat und kann sich Hoffnungen machen, Kandidat der Republikaner für den Präsidentschaftswahlkampf zu werden.

Hier geht's zu dem Film.

dpa

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