Razzia in Augsburg: Terrorverdacht gegen drei Männer

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Von Joints und Präsidenten - "J.R." Larry Hagman stellt Biografie vor

- Berlin - Der Mann mit dem großen weißen Cowboyhut und den leicht diabolischen Augenbrauen sieht genauso aus wie "J.R.". Aber wenn Larry Hagman (71) redet, klingt das so gar nicht nach seinem Serien-Alter-Ego, dem Fiesling aus der Fernsehserie "Dallas". "Ich finde, dass es sehr traurig ist, dass wir so einen Präsidenten haben - für das großartigste Land der Welt", sagt der Texaner über seinen Landsmann George W. Bush. "Es ist eine Schande." Hagman hat am Mittwoch bei der Vorstellung seiner Autobiografie "Bezaubernder Bösewicht" in Berlin noch ganz andere Überraschungen parat.

 So plaudert er mal eben über jenen Trip, den er nach einem Marihuana-Joint erlebte, wie er seine Frau im Swimmingpool fast ertränkt hätte und wie er beim Sex im Drogenrausch über dem Bett zu schweben glaubte. Seine Frau Maj (74) hört sich das Ganze gelassen im Publikum an und filmt die Pressekonferenz mit einer kleinen Videokamera. In seiner Biografie spricht Hagman offen über seine Alkohol- und Drogenprobleme. "Ich bin schon oft gefragt worden, ob die Lebertransplantation mein Leben verändert habe", schreibt er. "Abgesehen von der Tatsache, dass es gerettet wurde, hat sich nichts verändert."<P>Anders als "J.R.", der in 356 "Dallas"-Folgen schätzungsweise 31 bis 37 Frauen liebte, ist Larry Hagman ein glücklicher Ehemann - seit 48 Jahren. Das Geheimnis einer guten Ehe? "Meine Frau sagt: Zwei Badezimmer", erzählt er mit schelmischem Grinsen. Viele Rollen hat Hagman in seiner langen Karriere gespielt, darunter auch den Tony Nelson in der schrulligen Serie "Bezaubernde Jeannie", aber über den Bösewicht aus der Öl- und Familiensaga "Dallas" redet er immer noch gern. Mit ihm könne sich das Fernsehpublikum identifizieren, meint der Schauspieler. "Ich denke, jeder hier im Raum hat doch ein Arschloch wie J.R. in seiner Familie."</P><P>Ernster wird Hagman, wenn es um Politik geht. Mit dem Irak-Kurs von US-Präsident Bush - "Er macht, was ihm gesagt wird" - ist der Texaner überhaupt nicht einverstanden. Er plädiert dafür, statt einen Krieg zu beginnen, 50 000 Inspektoren in den Irak zu schicken. So ließen sich seiner Meinung nach Bombenangriffe verhindern, es gäbe keine Tausenden von Toten und keinen Ausbruch von Pocken - und das zerstörte Land müsste auch nicht in jahrzehntelanger Arbeit wieder aufgebaut werden. 50 000 Inspektoren wären "viel billiger", meint Hagman. "Ich werd' Dubya (Bush) anrufen und ihm von meinen Plänen erzählen."</P>

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