Joschka Fischer: Lehrsaal statt Bundestag?

- Berlin - In der Vergangenheit dozierte Ex-Außenminister Joschka Fischer vor Politikern im Berliner Bundestag oder bei den Vereinten Nationen in New York. Zukünftig könnten Studenten einer US-amerikanischen Elite-Uni seine Zuhörer sein: Fischer will Professor werden, berichtet ein Magazin.

Nach Informationen des "Stern" plant der Grünen-Politker, mittelfristig als Gast-Dozent in die USA gehen. Unter größter Geheimhaltung habe er Verhandlungen an einer US-Uni über eine Professur geführt, heißt es in der aktuellen Ausgabe des Magazins. Seit längerem hätten ihm Anfragen aus Princeton in der Nähe von New York und Harvard im US-Bundesstaat Massachusetts vorgelegen.

Derzeit arbeitet Fischer an einem Buch über seine siebenjährige Amtszeit als Außenminister und Vizekanzler der rotgrünen Koalition. Als einziges politisches Amt hält er noch sein Bundestagsmandat. In der Parteiführung geht man bereits seit längerem davon aus, dass Fischer dieses zurückgeben wird. Den Bericht über die Professur wollte ein Partei-Sprecher jedoch nicht kommentieren.

Laut dem Bericht will der Ex-Minister mit seiner fünften Frau und deren Tochter aber nur für zwei bis drei Jahre in die USA ziehen. In Princeton hatte Fischer bereits im Jahr 2003 einen Vortrag über "Europa und die Zukunft der transatlantischen Beziehungen" gehalten. Angeblich verhandelt er zudem noch mit einem US-Forschungsinstitut über eine Mitarbeit im Bereich der Außenpolitik.

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