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Udo Jürgens ist zufrieden: Die Verfilmung seines autobiografischen Romans "Der Mann mit dem Fagott" hält der Sänger für gelungen.

Udo Jürgens gefällt Verfilmung seines Lebens

Köln - Udo Jürgens hält die Verfilmung seines autobiografischen Romans für gelungen. In dem TV-Zweiteiler spielt der 76-jährige Sänger sogar selbst eine Hauptrolle.

"Das ist eine sehr berührende Angelegenheit für mich, es weckt viele Erinnerungen", sagte Udo Jürgens am Donnerstag in Köln. Die Verfilmung des Romans "Der Mann mit dem Fagott" soll im Herbst 2011 bei ARD und ORF ausgestrahlt werden. Unter den Darstellern sind Ulrich Noethen, Christian Berkel, Valerie Niehaus und Herbert Knaup. Auch Jürgens spielt eine Hauptrolle: sich selbst.

Als junger Erwachsener wird der Sänger in dem Film von David Rott dargestellt. "Die Art, wie er mich spielt, das ist so ähnlich. Und in den Musikszenen wirkt er genauso wie ich", meinte Jürgens. Vor der Umsetzung solcher Szenen habe er "ein bisschen Angst" gehabt. "Aber es ist großartig gelungen. Das lässt für mich meine Jugend wieder auferstehen."

David Rott hatte Angst vor der Rolle

Der 33-jährige Rott seinerseits hatte ebenfalls "Manschetten" vor seiner Rolle. "Das war zuerst eine schwierige Situation, weil ich jemanden spiele, der bei den Dreharbeiten selbst dabei ist", sagte der gebürtige Leverkusener. Als Jürgens aber begeistert reagierte, habe er seine Scheu verloren, sagte Rott.

"Der Mann mit dem Fagott" erzählt die Familiengeschichte von Udo Jürgens. Sie beginnt mit seinem Großvater Heinrich Bockelmann - gespielt von Christian Berkel - der Ende des 19. Jahrhunderts von Bremen nach Moskau ging und dort zu einem einflussreichen Bankier wurde. Später lebt Bockelmanns Sohn Rudi (Ulrich Noethen) mit seiner Familie in Österreich und bekommt dort den Terror der Nazis zu spüren. Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt Jürgens' Karriere als Sänger und Pianist.

Erster Teil wird an Jürgens Geburtstag ausgestrahlt

Die Arbeiten für den Film haben nach Angaben von Produzentin Regina Ziegler insgesamt fünf Jahre gedauert. Die deutsch- österreichische Gemeinschaftsproduktion koste elf Millionen Euro. Die Hälfte davon trägt die ARD Degeto, 700 000 Euro steuert die Filmstiftung NRW bei. "Es ist ein Buch, das eigentlich gar nicht verfilmt werden kann, weil es unglaublich komplex ist", sagte Hans-Wolfgang Jurgan, Geschäftsführer von ARD Degeto. "Man erfährt unglaublich viel über die Zeit von 1891 bis heute." Der erste Teil des Films soll am 30. September 2011 - Jürgens' Geburtstag - gezeigt werden.

dpa

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