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In einem Interview spricht Jörg Kachelmann nicht gerade positiv über die deutsche Justiz.

Kachelmann wettert gegen "Gaga-Justiz"

Mannheim - Nach seinem Freispruch hat Wettermoderator Jörg Kachelmann erneut harsche Kritik an der deutschen Justiz geäußert und seiner Ex-Geliebten mit rechtlichen Schritten gedroht.

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“Der Vergewaltigungsvorwurf ist dank einer pervertierten Justiz zum nützlichen Instrument geworden, mit dem Frauen ungestraft Männer loswerden können“, sagte Kachelmann der schweizerischen Zeitschrift “Weltwoche“, die an diesem Donnerstag erscheint.
In dem Interview spricht Kachelmann von einer “deutschen Gaga-Justiz“. Die Staatsanwälte bezeichnet er dem Text zufolge als “durchgeknallt“ und als “Gefahr für den Rechtsstaat“. Das Landgericht Mannheim hatte Kachelmann Ende Mai aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.

Urteil im Fall Kachelmann: Die Stationen des Prozesses

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Der Schweizer Kachelmann sagte, er habe keinen Hass gegen seine ehemalige Geliebte. Die Frau hatte ihm vorgeworfen, er habe sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt. “Ich gehe gegen alle vor, gegen die Frau mit dem Hauptvorwurf, aber auch gegen die Trittbrettfahrerinnen“, wird er zitiert. “Früher oder später werden sich die Gerichte mit ihr befassen.“ Der Vorsitzende Richter hatte in der Urteilsbegründung allerdings betont, dass der Nebenklägerin eine absichtliche Falschaussage nicht nachzuweisen sei.

“Vor diesem Gericht nützt dir auch komplette Unschuld nichts“, sagte Kachelmann der “Weltwoche“. “Alle Polizisten, alle Staatsanwälte, der Anwalt der Falschbeschuldigerin und das Gericht wussten damals und wissen heute, dass ich zu hundert Prozent unschuldig bin. Sie wussten schon früh, dass die Falschbeschuldigerin lügt“, sagte der Moderator, der sich der “Weltwoche“ zufolge in Frankreich aufhält.

dpa

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