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Karel Gott muss noch im Krankenhaus bleiben.

„Wir schaffen das“

Sorge um Karel Gott: Schlagerstar leidet Krebs

Prag - Karel Gott will mit modernsten Behandlungsmethoden den Krebs besiegen. Fans und Familie bangen um den tschechischen Schlagerstar.

Seit Tagen sorgen sich Fans, Freunde und Familie um Schlagerstar Karel Gott. Erst eine Operation hat nun Gewissheit gebracht: Der 76-Jährige ist an Lymphkrebs erkrankt. „Es fällt mir nicht leicht, das zu schreiben“, notiert seine Ehefrau Ivana auf seiner Fanseite. Zugleich macht sie sich und den anderen Mut. „Er grüßt Euch alle und kämpft tapfer, weil er Euch nicht enttäuschen will“, sagt sie.

Es ist eine unerwartete Wendung, hatte doch zunächst alles auf Herzprobleme hingedeutet, über die der Interpret seit dem Sommer geklagt hatte. Nach der neuen Diagnose wurde der Sänger („Lady Carneval“, „Einmal um die ganze Welt“) so schnell wie möglich in eine andere Klinik verlegt. Am Montag sei mit der Krebsbehandlung mit den modernsten Methoden begonnen worden, ließ er seine Frau mitteilen. „Mein Mann ist in den besten Händen“, sagt sie.

Alle Hoffnungen richten sich nun auf das Prager Ärzteteam. Karel Gott ist in seinem Heimatland Tschechien für viele so etwas wie ein Nationalheld. Den Sängerpreis „Nachtigall“ dominiert der romantische Tenor seit Jahrzehnten. Die Chancen stehen gut, dass er die Auszeichnung am 28. November zum 40. Mal seit 1963 gewinnt. Ob er diesmal beim Galaabend in der Staatsoper dabei sein kann, ist noch völlig offen.

Wie lange die Behandlung dauern werde, sei derzeit nicht abzuschätzen, teilte die Klinik mit Einwilligung des Patienten mit. „Bei der akuten Bauchoperation wurde ein Non-Hodgkin-Lymphom als Ursache der Beschwerden festgestellt“, erläuterte Professor Marek Trneny. Unter der Bezeichnung werden verschiedene bösartige Erkrankungen des Lymphsystems zusammengefasst. In Deutschland erkranken laut der Deutschen Krebsgesellschaft jährlich etwa 8500 Männer und 7500 Frauen daran.

Noch vor anderthalb Wochen schien Karel Gott voller Energie. Mit der gleichaltrigen Jazz-Sängerin Eva Pilarova ließ er sich strahlend für ein Magazin-Cover fotografieren. „Wenn Sie mich fragen, worauf ich stolz bin, dann darauf: dass ich auch junge Menschen anspreche und keinen Beleidigungen wegen meines Alters begegne“, sagte er der Zeitschrift „Instinkt“. Für den Ruhestand fühlte er sich noch nicht reif: „Ich brauche die vielen Herausforderungen und die Vorfreude auf etwas.“

Fans und seine Familie wünschen dem Altstar nun viel Kraft - und vor allem Ruhe. „Gott segne meinen Vater, er schafft das, er muss das schaffen“, sagte seine älteste Tochter Dominika der Zeitung „Blesk“. Ehefrau Ivana, Mutter seiner beiden jüngsten Töchter, gab sich zuversichtlich: „Andere Familien haben das auch gestemmt - wir schaffen das.“

dpa

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