Karl Lagerfeld verärgert über H&M

- Hamburg - Modedesigner Karl Lagerfeld will trotz des Ansturms auf seine für Hennes & Mauritz (H&M) kreierte Mode keine zweite Kollektion für die schwedische Kette entwerfen. Er ist nach Angaben des Magazins "Stern" verärgert über die Verkaufsstrategie von H&M.

<P>Viele Modelle des Stardesigners (66), die am vergangenen Freitag weltweit in rund 500 der 1000 H&M-Läden kamen, waren schnell ausverkauft. Lagerfeld sagte, es sei "peinlich", dass H&M durch die Limitierung der Auflage so viele Leute verstimmt habe.</P><P>"Die haben nämlich nicht genug der Teile produziert und sie nicht einmal in der Hälfte aller Läden verkauft", kritisierte er. "Das finde ich nicht nett, besonders den Kunden in kleinen Städten und den Ländern im Osten gegenüber. Das ist Snobismus im Antisnobismus." </P><P>Außerdem hätten die Schweden gewisse Konfektionsgrößen einfach größer gemacht. "Was ich entworfen habe, ist eine Mode für schmale, schlanke Leute." Die "unverständlichen Entscheidungen der Direktion in Stockholm nehmen mir jede Lust, so etwas noch einmal zu machen". Über eine zweite Kollektion war in der Branche zwar spekuliert worden, geplant war sie aber nach Angaben beider Seiten nicht.</P><P>Einige Teile der Kollektion seien komplett ausverkauft, bestätigte H&M-Sprecher Mathias Geduhn. "Wir konnten nicht damit rechnen, dass es Kunden gibt, die die ganze Kollektion kaufen." Nun solle die Rest-Ware neu verteilt werden - von Filialen mit noch übrigen Lagerfeld-Teilen in die ausverkauften Geschäfte. Das besonders beliebte T-Shirt werde nachproduziert, sagte Geduhn.</P>

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