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Sechs Wochen nach seinem Tod titelt die Frauenzeitschrift "Freizeit im Blick" mit der Schlagzeile "Karl Moik - Schockdiagnose - Wie schlimm steht es wirklich um ihn?"

Sechs Wochen nach seinem Tod

Klatsch-Zeitschrift sorgt sich um (toten) Karl Moik

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München - Wer diese Schlagzeile liest, der wird sich wundern: Die Klatsch-Zeitschrift "Freizeit im Blick" sorgt sich auf ihrer Titelseite um den aktuellen Gesundheitszustand von Karl Moik. Doch der Musikantenstadl-Star ist seit Wochen tot.

Die Klatsch-Zeitschrift "Freizeit im Blick" wirbt mit dem Slogan "Immer topaktuell!". Doch dieses Werbe-Versprechen ist offenbar nichts weiter ist, als heiße Luft. Mit der Schlagzeile "Karl Moik - Schockdiagnose - Wie schlimm steht es wirklich um ihn?" und einem entsprechenden Bericht über legendären Moderator hat sich "Freizeit im Blick" nun gehörig blamiert. Denn: Der Musikantenstadl-Star ist seit Wochen tot! Er starb am 26. März im Alter von 76 Jahren an den Folgen seines zweiten Herzinfarktes.

Der Zeitschrift "Freizeit im Blick" muss dieses Detail irgendwie entgangen sein. In dem Bericht auf Seite 78 steht deshalb etwa: "Nachdem er erst im Januar wegen einer Herz-OP im Krankenhaus war, soll er nun wieder einen Rückschlag erlitten haben und in Lebensgefahr schweben." So zitiert der Blog topfvollgold.de, der die Berichterstattung der Regenbogenpresse aufs Korn nimmt, aus dem Artikel. Außerdem will "Freizeit im Blick" wissen, dass Karl Moiks Ehefrau Edith und die beiden Kinder an seinem Krankenbett wachen, "während Ärzte um sein Leben kämpfen." Gegen Ende des ganz offensichtlich frei erfundenen Berichts lautet das Fazit des Klatschblatts: "Ob Karl Moik je wieder gesund wird, ist mehr als fraglich."

Aber wie kann ein solch grober Fauxpas überhaupt passieren? Eine Erklärung wäre, dass die Zeitschrift den Redaktionsschluss ihrer aktuellen Ausgabe noch vor dem Tod von Karl Moik hatte. "Freizeit im Blick" erscheint nur alle zwei Monate.

Dass in vielen Artikel von Boulevard-Zeitschriften mehr Fantasie als Realität steckt, bewiesen in den vergangenen Wochen zahlreiche einschlägige Blätter. Sie prophezeiten zum Beispiel Herzogin Kate und Prinz William mehrfach Zwillinge. Seit Samstag ist klar: Das royale Paar hat ein gesundes Mädchen bekommen.

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