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Karlheinz wurde in Salzburg beerdigt - und dennoch in äthiopischer Erde.

Beerdigung in Salzburg

Karlheinz Böhm in äthiopischer Erde beigesetzt

Salzburg - Hilfe für die Menschen in Äthiopien, das war sein Lebenswerk. Nun hat Karlheinz Böhm hat seine letzte Ruhe gefunden - in Salzburg, aber in äthiopischer Erde.

Der Schauspieler und Gründer der Äthiopienhilfe „Menschen für Menschen“ Karlheinz Böhm hat seine letzte Ruhe in äthiopischer Erde gefunden. Die Urne wurde zwar auf dem Kommunalfriedhof in Salzburg beigesetzt, um die Urne herum befindet sich aber Erde aus dem afrikanischen Land, wie Freunde und Stiftung am Samstag in München mitteilten. Die Beisetzung fand bereits am Freitagnachmittag im Kreis der Familie und engster Freunde statt, unter ihnen Alt-Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau.

Karlheinz Böhm habe vor vielen Jahren den Wunsch geäußert, in Äthiopien begraben zu werden. „Diesem Wunsch wurde nun durch die Beigabe der äthiopischen Erde - die extra von Familienangehörigen und der äthiopischen Delegation mitgebracht wurde - entsprochen.“

Am Freitag hatten rund 400 geladene Gäste bei einer Trauerfeier in der Salzburger Residenz Abschied genommen. In der ersten Reihe direkt vor einem großen Foto Böhms saßen dessen äthiopische Frau Almaz und die gemeinsamen Kinder Aida und Nicolas.

Redner würdigten Böhms Lebenswerk und sprachen der Stiftung und der Familie Mut zu, die Arbeit fortzusetzen. Böhm habe sich berühren lassen von Elend und Armut, sagte Köhler in seiner Trauerrede. „Er hatte dann auch den Mut, Konsequenzen aus diesen Berührungen zu ziehen.“ Der Alt-Bundespräsident nannte Böhm einen „stillen Revolutionär“. Seine Arbeit sei hochpolitisch gewesen, obwohl er sich selbst stets als unpolitisch bezeichnete.

Der Gründer von „Menschen für Menschen“ war Ende Mai im Alter von 86 Jahren gestorben. Er war seit längerer Zeit krank und trat seit 2011 nicht mehr in der Öffentlichkeit auf.

dpa

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