Karsten Speck soll Ende Juli ins Gefängnis

- Dortmund - Der Schauspieler Karsten Speck (45, "Hallo Robbie!") soll Ende Juli ins Gefängnis. Er habe eine Ladung zum Strafantritt in eine Vollzugsanstalt in der Nähe seines Wohnortes Berlin erhalten, teilte die Staatsanwaltschaft Dortmund am Montag mit. Möglich sei allerdings ein Antrag auf Aufschub.

Der Fernseh- und Bühnenstar war im November vergangenen Jahres vom Landgericht Dortmund wegen Betruges in Millionenhöhe im Zusammenhang mit gescheiterten Bauprojekten zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Seitdem war er auf freiem Fuß.Speck steht derzeit als Hauptdarsteller für die fünfte Staffel der ZDF-Familienserie "Hallo Robbie!" auf der Ostseeinsel Rügen vor der Kamera. Die Dreharbeiten sollen noch bis Oktober dauern. Speck spielt in der Serie den Leiter einer Seehundestation.Nach Angaben der Sprecherin der Dortmunder Staatsanwaltschaft, Ina Holznagel, ist ein Strafaufschub maximal für vier Monate möglich. "Es gelten jedoch strenge gesetzliche Vorschriften." So müssten die Nachteile für den Verurteilten oder dessen Familie weit über die bei einem Haftantritt üblichen hinaus gehen.Über einen möglichen offenen Vollzug, in dem Speck tagsüber an Dreharbeiten teilnehmen kann, müsse die Vollzugsbehörde in Berlin entscheiden, so Holznagel. Das dabei von dem Schauspieler verdiente Geld könnte zur Deckung der Verfahrenskosten und zur Entschädigung der Opfer verwendet werden.Speck hatte in dem fast zwei Jahre dauernden Verfahren gestanden, 1996 Investoren für Bauprojekte angeworben zu haben, obwohl er wusste, dass seine Geschäftspartner das Geld zweckentfremden könnten. Den Betrogenen ist nach Berechnungen der Staatsanwaltschaft ein Schaden von rund einer Million Euro entstanden. Specks damalige Geschäftspartner hatten Haftstrafen von bis zu siebeneinhalb Jahren erhalten.

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