Karsten Speck tritt Haftstrafe an

- Berlin - Der Schauspieler Karsten Speck ("Hallo Robbie") hat seine Haftstraße wegen Betrugs in Berlin angetreten. Der 45Jährige habe sich am Donnerstag gegen 14.00 Uhr in der Anstalt Hakenfelde zum Haftantritt gemeldet, teilte die Berliner Justizverwaltung auf Anfrage mit. Hakenfelde ist eine Anstalt des offenen Vollzugs.

Speck war im November 2004 vom Landgericht Dortmund wegen millionenschweren Betrugs im Zusammenhang mit Immobiliengeschäften zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Der Fernseh- und Bühnenstar hatte gestanden, 1996 Investoren für Bauprojekte angeworben zu haben, obwohl er wusste, dass seine Geschäftspartner das Geld zweckentfremden könnten. Den Betrogenen entstand laut Staatsanwaltschaft ein Schaden von rund einer Million Euro.

Das Gericht hatte aber erlaubt, dass Speck die Haft erst jetzt antreten muss. Während des Aufschubs wurde die 5. Staffel der ZDF-Serie "Hallo Robbie" auf der Insel Rügen abgedreht. Bei sofortiger Vollstreckung der Strafe hätte Speck nicht nur seinen Honararanspruch verloren, sondern sich auch gegenüber der Produktionsfirma schadenersatzpflichtig gemacht. Speck wollte die Haft in Berlin wegen der Nähe zu seiner Familie absitzen.

Zunächst müsse jetzt für Speck ein Haftplan erarbeitet und geprüft werden, ob er am offenen Vollzug teilnehmen kann, hieß es in der Justizverwaltung. Beim offenen Vollzug können die Gefangenen tagsüber die Anstalt verlassen, um zu arbeiten. Abends müssen sie wieder einrücken. Speck ist laut Angaben in einem Nebenhaus der Anstalt Hakenfelde untergebracht.

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