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Die britische Autorin und Literaturpreis-Trägerin Hilary Mantel hat in einer Rede kein gutes Haar an Herzogin Kate gelassen

Buchpreisgewinnerin Mantel lästert

Kate nur eine "Puppe ohne Persönlichkeit"

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London - Die Autorin und Literaturpreis-Trägerin Hilary Mantel hat Herzogin Kate als "Schaufenster-Puppe" ohne Persönlichkeit kritisiert. Das rief nun sogar Premierminister David Cameron auf den Plan.

Die britische Autorin und Literaturpreis-Trägerin Hilary Mantel hat Prinz Williams Ehefrau Kate als „Schaufenster-Puppe“ ohne Persönlichkeit kritisiert. Kate scheine wie lackiert zu sein, mit einem perfekten Plastik-Lächeln, sagte Mantel bei einer Vorlesung vor zwei Wochen, die über die Medien erst jetzt einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde. Mantel hatte sich in der Vorlesung mit dem Schicksal von Frauen an königlichen Höfen und ihrer Rolle in der Öffentlichkeit befasst hatte.

„Sie erscheint wie Präzisionsarbeit, von einer Maschine gemacht. So anders als Diana, deren menschliche Besonderheit und emotionale Unkontrolliertheit sich in jeder ihrer Gesten zeigte“, wird Mantel unter anderem im „Guardian“ zitiert. „Kate scheint für ihre Rolle als Prinzessin ausgewählt worden zu sein, weil sie tadellos ist: unglaublich dünn, ohne Eigenarten, ohne Kuriositäten, ohne das Risiko, dass sie Charakter zeigt“, fügte die Autorin an.

Premierminister Cameron rügt Mantel für ihre Bemerkungen

Mantel hatte vor drei Wochen für ihr neuestes Buch „Bring up the Bodies“ den Costa-Literaturpreis erhalten. Zuvor hatte sie für den Roman bereits den Booker-Preis bekommen. Ein Sprecher der Autorin sagte dem „Daily Telegraph“, dass die Vorlesung nicht als Kritik, sondern „mitfühlend“ gedacht gewesen sei, da die Autorin über königliche Frauen als Opfer ihres Dilemmas gesprochen habe.

Doch selbst Premierminister David Cameron sieht das anders und sah sich durch die Anfeindungen gezwungen, Herzogin Catherine Rückendeckung zu geben. Gegenüber der BBC sagte der derzeit in Indien weilende Premierminister: "Was ich bisher von Prinzessin Kate in der Öffentlichkeit, bei den Olympischen Spielen und anderswo gesehen habe, ist, dass sie intelligent ist, jemand, der sich engagiert, eine großartige Botschafterin für Großbritannien. Wir sollten stolz darauf sein, anstatt törichte Kommentare abzugeben."

Kate zeigt bei Besuch von Klinik ihren Baby-Bauch

Ingrid Seward, Chefredakteurin des "Majesty Magazins", rief der Bevölkerung, vor allem aber Mantel ins Gedächnis, dass Kates Pflichten auch bedeuten, dass sie nichts von ihrer Persönlichkeit preisgeben darf. "Sie (Prinz William und Herzogin Catherine) müssen nett zu jedem sein. Sie sind vermutlich zu Tode gelangweilt, aber sie können sich nicht erlauben, nicht so zu wirken, als hätten sie eine tolle Zeit", zitiert die britische "Daily Mail" Seward.

Ohne Scheu zeigte Herzogin Kate am Dienstag ihren wachsenden Baby-Bauch

Herzogin Kate absolvierte am Dienstag ihren ersten offiziellen Termin seit Weihnachten. Vergangene Woche noch hatte sie sich zusammen mit ihrem Mann Prinz William und ihren Eltern auf der Insel Mustique von ihren Schwangerschafts-Strapazen erholt. Gesund aussehend und leicht gebräunt zeigte sie beim Besuch einer Klinik für Suchtkranke, die von der Stiftung "Action on Addiction" finanziert wird, erstmals ihren wachsenden Baby-Bauch. "Action on Addiction" ist eine von insgesamt fünf Charity-Einrichtungen, die Kate als Schirmherrin betreut. Sie nahm sie sich Zeit für die Patienten, die von ihrer Alkohol- oder Drogensucht loszukommen versuchen, und sprach ihnen Mut zu.

In einem kurzen Brief schrieb Herzogin Catherine: "Jene, die von einer Sucht betroffen sind, brauchen dringend die beste Pflege und Behandlung, die sie bekommen können; 'Action on Addiction' hilft dabei in einer brillianten Art und Weise. Denn: Ob direkt oder indirekt, der Einfluss von Sucht kann zerstörerisch sein

dpa/mm

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