Kaum Hoffnung für Fürst Rainier

- Monaco - Die Bewohner von Monaco bereiten sich auf den Tod ihres sterbenskranken Fürsten Rainier vor. Zwar hat sich der Zustand des 81-Jährigen nach Angaben seiner Ärzte am Montag nicht weiter verschlechtert, doch seien seine Überlebenschancen weiterhin "ungewiss". Geprüft werde die Möglichkeit einer Dialyse, hieß es in einer offiziellen Mitteilung des Palastes. Die Herz-, Lungen- und Nierenfunktionen seien schwach, aber stabil.

<P>"Monaco betet für seinen Fürsten", schrieb die Tageszeitung "Le Parisien"(Montagsausgabe). "Wir haben kaum noch Hoffnung, dass er überlebt. Hoffentlich findet er ein friedliches Ende", sagte eine Monegassin. Hinter den Kulissen werden bereits Trauerfeierlichkeiten vorbereitet, doch offiziell wird dazu geschwiegen.<BR><BR>"Wir bereiten die Bestattungsfeierlichkeiten für Anfang April vor, nach drei Tagen Staatstrauer", sagte ein französischer Verwaltungsbeamter der Zeitung "Le Journal du Dimanche". Erwartet würden 60 bis 80 offizielle Delegationen aus aller Welt. An den Flughäfen Nizza und Monaco liefen bereits Vorbereitungen für den Empfang gekrönter Häupter sowie Staats- und Regierungschefs. "Wenn der Fürst stirbt, kann nichts dem Zufall überlassen bleiben. Dann müssen alle benachrichtigt werden, vom Kaiser von Japan bis zum letzten Spross der Grimaldi-Familie", hieß es aus diplomatischen Kreisen.<BR><BR>Bei der Ostermesse in der Kathedrale Monacos wurde am Sonntag ein besonderes Gebet für Rainier gesprochen. Einige Menschen halten mit einer brennenden Kerze vor der Klinik Wache. "Mit diesen offiziellen Mitteilungen will man uns wohl langsam auf seinen Tod vorbereiten", sagte eine Passantin.<BR><BR>Der Fürst war am Sonntag "bei Bewusstsein", doch erhalte er schmerzstillende Medikamente, um die "absolut notwendige künstliche Beatmung zu ertragen", hieß es. Erbprinz Albert (47), Prinzessin Caroline (48) und Prinzessin Stephanie (40) besuchen ihren Vater regelmäßig im Krankenhaus. Auch zwei Söhne von Prinzessin Caroline, der 17-jährige Pierre und der 20 Jahre alte Andra, waren am Samstag bei ihrem Großvater.<BR><BR>Der an einer schweren Lungenentzündung erkrankte Fürst war am 7. März in die Klinik gebracht und am Dienstag auf die Intensivstation verlegt worden. Papst Johannes Paul II. hatte ihm und seiner Familie am Samstag einen "besonderen apostolischen Segen" übermitteln lassen.</P>

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