„Kein Freibrief für Nötigung“: Dunja Hayali findet in Debatte um Till Lindemann überaus deutliche Worte
Obwohl die Vorwürfe gegen Till Lindemann nach wie vor nicht bewiesen sind, kocht die Debatte um den Rammstein-Sänger immer weiter hoch. Nun schaltet sich auch Moderatorin Dunja Hayali ein.
Berlin – Die schwerwiegenden Vorwürfe gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann (60) halten die deutsche Medienlandschaft weiterhin in Atem. Doch allen Diskussionen und Berichten zum Trotz: Bewiesen ist aktuell rein gar nichts. Über seinen Anwalt wies der 60-jährige Rockmusiker die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zuletzt als „ausnahmslos unwahr“ zurück. Dennoch findet die Debatte bei immer mehr Für- und Gegensprechern Anklang, darunter auch viele Prominente. So auch „heute journal“-Moderatorin Dunja Hayali (49).
Der Fall Till Lindemann (Rammstein) beschäftigt Deutschland – auch Dunja Hayali äußert sich
Die Causa Till Lindemann spaltet die Gemüter, wie es bis dato nur wenige Kontroversen innerhalb der deutschsprachigen Musikwelt taten. Das Ergebnis: ein hitziger Diskurs, in dem die Emotionen hochkochen – auf beiden Seiten. Vor den Münchner Rammstein-Konzerten im Olympiastadion wurden zuletzt etwa fleißig demonstriert, vereinzelt kam es zu Wortgefechten zwischen Besuchern und der Protestgruppe.
Rückendeckung erhielt Till Lindemann allerdings jüngst von seiner Ex-Partnerin Sophia Thomalla (33), die den Rammstein-Sänger öffentlich verteidigte und den Anschuldigungen ebenso wenig Glauben schenken wollte wie viele Fans der Berliner Band.
Deutliche Position bezog nun auch ARD- und ZDF-Moderatorin Dunja Hayali, die bei Twitter erklärte, sie habe sich eigentlich „nicht äußern“ wollen. „[Ich] stelle aber fest, dass sich weiterhin fast alle Gespräche irgendwann darum drehen und es mich auch so oder so nicht loslässt“, so die 49-Jährige weiter.
Dunja Hayali nimmt Rammstein-Debatte zum Anlass, sich hinter (mögliche) Opfer zu stellen
Ihren Tweet zum Fall Till Lindemann beginnt Dunja Hayali mit überaus deutlichen Worten: „Ja heißt ja. Nein heißt nein“, schreibt die Journalistin und erläutert dann eine Reihe an Regeln, die für die gesamte Unterhaltungsbranche gelten: „Fan-Tum [sei] kein Freibrief für Nötigung“ und „Backstage kein Castingbereich für einen Straßenstrich“, heißt es darin etwa.
Meine news
Dass Betroffene sich teils heftigen Anfeindungen ausgesetzt sehen, kritisiert Dunja Hayali im Anschluss klar: „Menschen, die über Gewalt berichten, erneut mit (verbaler, emotionaler, physischer oder psychischer) Gewalt zu drohen, ist natürlich keine Bestätigung für die Berichte, aber eine Bestätigung dafür, dass in unserem (patriarchalen) System noch ‘ne Menge falsch läuft.“

Es scheint allerdings so, als nehme die 49-Jährige die aktuelle Diskussion zum Anlass, das komplexe Thema sexualisierte Gewalt ausführlich zu beleuchten – dabei geht es ihr augenscheinlicher weniger um Till Lindemann als vielmehr um das allgemeine Problem, welches nun allerdings öffentlichkeitswirksam Gehör findet. Zuvor hatte sich auch „Bergdoktor“-Star Ronja Forcher entsprechend (26) zu den Vorwürfen gegen den Rammstein-Sänger geäußert. Verwendete Quellen: twitter.com