Keine Strafe für Janet Jacksons nackte Brust

New York/Philadelphia - Dem amerikanischen Fernsehsender CBS bleibt eine 550 000-Dollar-Strafe wegen eines nackten Busens erspart. Ein Berufungsgericht in Philadelphia wies am Montag einen entsprechenden Bußgeldbescheid der US-Medienaufsicht zurück.

Der Sender sei nicht verantwortlich für den umstrittenen Auftritt von Janet Jackson und Justin Timberlake im Jahr 2004, befanden die Bundesrichter nach Angaben der Zeitung "The Philadelphia Inquirer".

Popsänger Timberlake hatte damals bei der Halbzeit-Show des amerikanischen Football-Finales Superbowl seiner Kollegin Jackson so ans Bustier gegriffen, dass für den Bruchteil einer Sekunde ihre Brust zu sehen war - im prüden Amerika ein Skandal. Die Aufsichtsbehörde warf dem Sender vor, damit zur "Unanständigkeit" beigetragen zu haben und verhängte das Bußgeld von umgerechnet fast 350 000 Euro.

Die Behörde habe nicht nachgewiesen, dass CBS wissentlich und absichtlich gehandelt habe, urteilten die Richter mehrheitlich. Dies sei jedoch Mindestvoraussetzung, um einen Sender zu bestrafen. Timberlake und Jackson waren laut Urteil als unabhängige Vertragspartner für die Show tätig.

Der anstößige Anblick vor rund 90 Millionen Zuschauern dauerte dem Gericht zufolge gerade mal "Neun-Sechzehntel einer Sekunde". Timberlake sang dabei die Liedzeile: "Gonna have you naked by the end of this song" - "Bis zum Ende dieses Lieds werde ich Dich nackt haben".

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