Schalkes Ex-Präsident Günter Eichberg gestorben

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Kelly Clarkson setzt sich durch

- Hamburg/Wien - Kelly Clarksons Karriere begann 2002 mit ihrem Sieg bei der Casting-Show "American Idol". Viele Musiker, die einen derartigen Start haben, versuchen das Casting-Image so schnell wie möglich loszuwerden, doch Clarkson kümmert das nicht. "Es kommt nicht drauf an, wo man beginnt. Pink hat in einer Girl-Group angefangen, Mariah Carey als Backgroundsängerin. Es kommt nur darauf an, was man mit der Chance macht", sagte Clarkson im Gespräch mit der APA.

Und die Newcomerin macht einiges daraus: Doppelplatin erhielt ihr Debüt "Thankful" in den USA, und für ihren Hit "Since U Been Gone" gewann sie gerade einen Grammy in der Kategorie "Beste Popsängerin". Jetzt gibt sie im Rahmen ihrer "Behind These Hazel Eyes Tour" drei Konzerte in Deutschland.

"Breakaway" heißt ihr aktuelles - bisher fünf Millionen Mal verkauftes - Album, das gerade mit zwei Bonustracks neu aufgelegt wurde - und der Titel sei der perfekte Ausdruck dafür, wo sie mit ihrer Karriere steht: "Ich löse mich davon, ein Neuling im Popbusiness zu sein", so Clarkson.

An ihrem Hit-Album hat die 23-jährige Texanerin nichts auszusetzen: "Mit jeder Aufnahme geht man auch Kompromisse ein, aber man versucht, es möglichst nahe bei sich selbst zu halten." Das altbekannte Sprichwort, dass das zweite Album das schwerste ist, kann Clarkson nicht bestätigen, im Gegenteil: "Es war für mich viel leichter. Ich hatte die Songs fertig und ich wusste, was ich wollte."

Die Aufnahmen selbst seien "ein Auf und Ab" gewesen, "mit zu vielen Köchen in der Küche. Ich musste da schon mal Klapse verteilen, um mich durchzusetzen", lachte Clarkson. Produzenten, mit denen man erstmals zusammenarbeitet, "tendieren dazu, eher das Label als den Künstler zufrieden stellen zu wollen. Da musste ich schon Boss spielen. Zum Glück hat das Label das Ergebnis geliebt."

Zu wenig Vertrauen haben Künstler in die Offenheit des Publikums, findet Clarkson, die mit einem breiten Stilmix von Pop über rockige Töne bis zum Blues punktet. "Ich mag das alles - was nicht heißen soll, dass ich verwirrt bin", sagte die Sängerin, die sich gegen Schubladisierungen verwehrt. "Die Plattenfirmen verstehen nicht, dass einzelne Menschen verschiedene Künstler gleich lieben können." Daher könnten auch einzelne Künstler verschiedene Stile erproben, so wie Clarkson, die live u.a. Bluesnummern spielt.

Musik zu schreiben ist für Clarkson "wie Therapie", und auch anderer Leute Songs tun der Gemütswelt der Sängerin gut: "Ich liebe es, mir Songs 80 000 Mal hintereinander anzuhören, und dabei zu wissen, dass jemand anderes solche Gefühle auch schon durchgemacht hat."

Sechs Songs vom Album hat sie selber geschrieben, ausgerechnet den Titel gebenden ("Breakaway") jedoch nicht. Den hat die kanadische Popsängerin Avril Lavigne mit zwei Kollegen komponiert. Ist es schwieriger, zu einem Song aus fremder Feder eine Beziehung aufzubauen? "Nein. Wenn ich nicht sofort einen Zugang dazu habe, singe ich es nicht", sagte Clarkson. "Und der Titel ist perfekt für mein Album."

18.03.KölnPalladium21.03.BerlinColumbiahalle22.03.MünchenTonhalle

www.kelly-clarkson.de

www.sonybmg.de

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