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Kirstie Alley regt sich über das Modediktat von Abercrombie & Fitch auf.

Modediktat vom Label-Chef

Abercrombie nur für Dünne? Kirstie Alley sauer

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Los Angeles - Der Chef der Modekette Abercrombie & Fitch, Mike Jeffries, will angeblich, dass nur dünne und coole Menschen die Kleidung seiner Firma tragen. Das regt Schauspielerin Kirstie Alley auf.

US-Schauspielerin Kirstie Alley (62) setzt sich dafür ein, dass alle Menschen so aussehen dürfen wie sie wollen. In einem Interview mit dem US-Portal „Entertainment Tonight“ kritisierte sie vehement Mike Jeffries, den Vorstandschef der Modekette Abercrombie & Fitch. Der soll laut Robin Lewis, dem Autor eines Buches über Marketing, gesagt haben, dass die Kleidung seiner Firma nur für dünne und coole Menschen ist. "Er will nicht, dass dicke Menschen in seinen Läden einkaufen, er will auch nicht, dass eine Kernzielgruppe Menschen sieht, die nicht so heiß sind, wie sie selber", hatte Lewis in einem Interview mit dem Business Insider gesagt. 

Die Marke stelle nur Verkäufer ein, die aussehen wie Models, denn "gut aussehende Menschen ziehen andere gut aussehende Menschen an - Menschen mit Waschbrettbäuchen, Menschen, die aussehen, als würden sie jeden Moment auf ein Surfbrett springen. Und nur denen will er seine Kleidung verkaufen", mutmaßt Lewis.

Übergrößen nur für Männer - wegen Footballern und Wrestlern

Aus diesem Grund gebe es auch keine Übergrößen für Frauen. Bei den Männern gäbe es die nur, um fitnessgestählte Typen wie Footballer und Wrestler anzuziehen.

Daher werde sie nie bei dieser Marke einkaufen, schwor Kirstie Alley. „Mir haben 30 Jahre lang Menschen gesagt, wie ich auszusehen habe“, fügte die 62-Jährige hinzu. Alley macht sich seit langem dafür stark, das nicht nur schlanke Schauspielerinnen in Hollywood Erfolg haben. So machte sie sich 2005 in der Sitcom „Fat Actress“ selbst über ihr Gewicht lustig.

Die Äußerungen des A&F-Chefs haben in den USA für großen Wirbel gesorgt. Video-Aktivist Greg Karber etwa hat angefangen, Obdachlosen seine Kleidung der Modekette zu schenken. Er ruft die Zuschauer seines YouTube-Kanals dazu auf, es ihm gleich zu tun, und hofft, auf diese Weise ein Umdenken bei dem Label zu bewirken. 

hn/dpa

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