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Ein Bild aus den frühen 1970er-Jahren: David Cameron mit seiner zweiten Frau Hildegard Knef und Tochter Christina

Knefs Ex-Mann David Cameron gestorben

Wien - Er stand sogar mit Elizabeth Taylor vor der Kamera, doch für Hildegard Knef gab er die eigene Laufbahn auf. Jetzt ist Hollywood-Schauspieler David Cameron gestorben.

Der Brite sei am Dienstag im Alter von 79 Jahren in Wien gestorben, bestätigte der Sprecher des Beerdigungsunternehmens „Bestattung Wien“ am Donnerstag Medienberichte. Die Schauspielerin und Sängerin Knef (1925-2002) war in zweiter Ehe von 1962 bis 1976 mit Cameron verheiratet. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter, die 1968 geborene Christina Antonia („Tinta“).

Der Schauspieler wirkte in Kinofilmen wie „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“ und „Omen IV“ mit. Der am 21. Januar 1933 in London als Antonio Palastanga geborene Cameron war auch in deutschen und österreichischen Fernsehserien wie „Tatort“, „Kommissar Rex“ und „Schwarzwaldklinik“ mit dabei. In „Suddenly, last Summer“ (1959), war er neben Elizabeth Taylor zu sehen.

1962 hatte Cameron seine Karriere als Schauspieler, Regisseur und Journalist an den Nagel gehängt, um fortan nur noch „Mr. Knef“ zu sein. Kennengelernt hatte er den sieben Jahre älteren Weltstar aus Berlin bei einer gemeinsamen Fernsehproduktion. „Um ein Star zu werden, muss man ein horrendes Ego haben, und das habe ich nicht“, sagte der gut aussehende Cameron einmal. „Ich hatte schrecklich viel zu tun, und dass es für Hilde war, hat mir nie etwas ausgemacht. Es war ja auch für mich.“

Mit dem Erfolg des 1970 erschienenen und von Cameron ins Englische übersetzten autobiografischen Knef-Bestsellers „Der geschenkte Gaul“ kam der gemeinsame Entschluss, endlich sesshaft zu werden. Es folgte der Ausbau einer alten Mühle in Traunkirchen im oberösterreichischen Salzkammergut. Doch wenige Jahre später begann es zu kriseln:

„Probleme gab es erst, als wir riesige Erfolge hatten und nicht mehr so viel arbeiten mussten“, erklärte Cameron in einem Interview. „Da wollte ich aber doch nicht untätig sein, auch einmal etwas allein machen. Das führte zwischen uns zu Schwierigkeiten.“

Im Juni 1976 kam das endgültige Aus, in nur elf Minuten wurde die Ehe vor dem Kreisgericht Wels in Oberösterreich geschieden. Schon Monate zuvor hatten der Ehezwist einen neuen Höhepunkt erreicht: Während der Verfilmung von Hans Falladas Roman „Jeder stirbt für sich allein“ mit Hildegard Knef in einer Hauptrolle musste Cameron die gemeinsame Hotelsuite in Berlin verlassen.

dpa

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